Pressemitteilung

Doppelkinn als Folge: Kieferorthopädischer Frühbehandlungsbedarf unterschätzt

2011-09-07 07:00:00

Berlin (ots) - "Eindrucksvoller als mit dem Motto des Tages der Zahngesundheit 2011 "je früher, desto besser" kann man nicht deutlich machen, wie notwendig rechtzeitige Diagnostik und gegebenenfalls Frühbehandlung von Kieferfehlstellungen sind!" Was Dr. Gundi Mindermann, Sprecherin der gemeinnützigen Initiative Kiefergesundheit, Eltern und Kinderärzten ans Herz legen möchte, wird von aktuellen Daten der Universität Rostock untermauert. Laut Studien von Prof. Dr. Franka Stahl de Castrillon hatten 84% der von ihr untersuchten Kindergarten- und Schulkinder Zahnfehlstellungen. Im Schnitt wurden zusätzlich zwei Funktionsstörungen festgestellt, am häufigsten die falsche Zungenlage beim Schlucken und die offene Mundhaltung. Professor Stahl de Castrillon: "Von einer Selbstausheilung kann nicht ausgegangen werden - weder bei Gebissanomalien noch bei Fehlfunktionen." Wird nicht früh genug eingegriffen, nehmen Häufigkeit und Schwere der Zahnfehlstellungen sogar noch zu. Rund 75% aller Zahnfehlstellungen sind durch Angewohnheiten mitbedingt, also nicht nur angeboren, und daher im Rahmen der Frühbehandlung gut zu beeinflussen.

Doppelkinn durch falsche Zungenlage

Zu den Angewohnheiten, die fast immer zu nachhaltigen Veränderungen im Gesicht und in der Kaufunktion führen, gehört beispielsweise der "offene Mund". Die Zunge, die am Gaumen ruhen sollte, liegt dabei im Mundboden und wirkt ungünstig auf die Entwicklung des Unterkiefers. Durch ein Doppelkinn ist dies vor allem bei Kindern gut äußerlich sichtbar, wie Prof. Dr. Stahl de Castrillon berichtet. "Ein offener Mund ist keineswegs normal", bestätigt Dr. Mindermann, "er ist meist eine ungesunde Angewohnheit und führt zu vielen ungünstigen Folgen von Karies bis zu gehäuften Atemwegsinfekten." Eltern unterschätzten sowohl die Folgen solcher Angewohnheiten wie auch die Notwendigkeit, beginnende Fehlfunktionen frühzeitig erkennen und beheben zu lassen. "Ist die Situation chronisch geworden, ist die Wiederherstellung der Gesundheit mit viel Aufwand und leider oft auch mit deutlichen Kosten verbunden - das ließe sich vermeiden, wenn die Kinder auch kieferorthopädisch 'je früher, desto besser' untersucht würden."

Pressekontakt:

Birgit Dohlus, 030-30824682, info@zahndienst.de 

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Initiative Kiefergesundheit



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