Pressemitteilung

Verleihung des ersten deutschen TherapieTreuePreises - Hausärzte für ihr Engagement zur Compliance-Verbesserung von Hypertonie-Patienten ausgezeichnet

2011-08-29 09:00:04

Paris (ots) - Die Finalisten des TherapieTreuePreises 2011 wurden anlässlich des europäischen Kardiologen-Kongresses in Paris vor rund 200 Gästen ausgezeichnet. Damit würdigte die Jury um Prof. Dr. med. Rainer Düsing das herausragende Engagement der drei Preisträger für eine Verbesserung der Compliance ihrer Hypertonie-Patienten. Alle überzeugten durch ihren hohen Einsatz in Form von Zeit und patientennaher Aufklärung. Ausgezeichnet fand die Jury das gut ausgebildete Praxispersonal, unterstützende Software oder Organisationsstrukturen, die ein nachhaltiges Patientenmanagement erleichtern. Höhepunkt des Abends war die Überreichung des eigens designten TherapieTreuePreises 2011, der auf Initiative von Novartis ins Leben gerufen wurde, an den Sieger Herrn Dr. med. Frank Klein aus Schenklengsfeld.

Therapietreue bei Hypertonie besonders wichtig

Ziel des 2011 erstmals ausgelobten TherapieTreuePreises ist es, die Aufmerksamkeit für die Bedeutung der Compliance in der Hypertonie-Therapie zu erhöhen. Allgemeinärzte, Praktiker und Internisten waren aufgerufen, Maßnahmen einzureichen, mit denen sie ihre Bluthochdruck-Patienten motivieren, die vereinbarten therapeutischen Maßnahmen, sei es z.B. die Einnahme von Medikamenten oder notwendige Gewichtsreduktionen, durchzuführen und so selbst aktiv zum Erreichen ihrer Zielwerte beizutragen. Mit dem Preis soll das besondere Engagement von Praxen gewürdigt werden, die bereits zielgerichtet Maßnahmen zur Compliance-Verbesserung bei Hypertonie umsetzen. Insgesamt nahmen 71 hausärztlich tätige Praxisteams aus ganz Deutschland an der Ausschreibung teil.

Als Volkskrankheit ist Hypertonie weltweit für die meisten krankheitsbedingten Todesfälle verantwortlich. "Die bekannte Symptomlosigkeit der Hypertonie, eine lange Therapiedauer oder die teilweise hohe Tablettenlast stellen uns Ärzte täglich vor die Herausforderung, die Patienten von der Wichtigkeit einer konsequenten und verantwortungsvollen Bluthochdruck-Therapie zu überzeugen", betonte Jury-Vorsitzender Düsing. Da viele compliancefördernde Ansätze bekannt und in Leitlinien und Therapieempfehlungen festgelegt sind, war es nicht Ziel des Preises, nie da gewesene Neuerungen zu identifizieren. Vielmehr sollte das besondere Engagement hausärztlicher Praxen für eine vertrauensvolle und gut strukturierte Zusammenarbeit mit Bluthochdruck-Patienten gewürdigt werden. "Die gute Beteiligung und die hohe Qualität der Einreichungen haben uns sehr beeindruckt", so Düsing.

Jury lobt vorbildlichen Einsatz der Preisträger

Drei Kurzfilme veranschaulichten während der Preisverleihung, die vor 200 geladenen Gästen im Rahmen des ESC in Paris stattfand, die Besonderheit der Maßnahmen, mit denen die drei Preisträger die Jury überzeugten.

Das Praxisteam von Dr. med. Frank Klein, Facharzt für Allgemeinmedizin und Diabetologie, und dem Internisten Dr. med. Herrmann Finck aus Schenklengsfeld (Hessen), ist Gewinner des TherapieTreuePreises 2011.

Die Bewerbung überzeugte die Jury vor allem aufgrund strukturierter und häufig durchgeführter Hypertonie-Schulungen. "Regelmäßige Schulungen nehmen den Patienten in die Verantwortung für die eigene Gesundheit", so Jury-Mitglied Harald Pohlmeier, Internist und Diabetologe am St.-Franziskus-Hospital in Münster. "Dadurch werden Hypertoniker motiviert, selbst einen wertvollen Beitrag zur Erreichung ihrer Blutdruck-Zielwerte zu leisten." Parallel zur ärztlichen Sprechstunde bietet das Praxisteam von Klein eine Hypertoniesprechstunde an. Diese wird von einer Hypertonieassistentin DHL® durchgeführt. Bluthochdruck werde von den Patienten nicht als Krankheit empfunden, entsprechend klein sei der Leidensdruck, so Pohlmeier weiter. "Viele Patienten fühlen sich erst durch die regelmäßige Tabletteneinnahme krank gemacht. Die Hypertoniesprechstunde hilft, das Verständnis des Patienten für die Therapienotwendigkeit zu wecken."

Des Weiteren hob Pohlmeier den Einsatz von Blutdruckselbstmessgeräten und das selbst entworfene Messprotokoll hervor, die die Eigenverantwortung der Patienten stärken.

Insgesamt lobte die Jury die qualifizierten Mitarbeiter in der Praxis Dr. Klein / Dr. Finck und den strukturierten Behandlungsablauf mit einem großen Schulungs- und Betreuungsangebot.

Dr. med. Franz Mader, Facharzt für Allgemeinmedizin, Sportmedizin, Chirotherapie und Naturheilverfahren in Miesbach (Bayern), belegte einen von zwei zweiten Plätze des TherapieTreuePreises 2011. Bei ihm hob die Jury besonders das persönliche und intensive Arzt-Patienten-Verhältnis in seiner Praxis hervor. "Ein guter Austausch zwischen Arzt und Patienten beeinflusst maßgeblich die Compliance", so Jury-Mitglied Dr. Maike Marckwordt. Die Medizin-Journalistin und promovierte Sportwissenschaftlerin bestätigt: "Ein Arzt, der sich ausreichend Zeit für seine Patienten nimmt, vermittelt ihnen das Gefühl, ernst genommen zu werden." Außerdem setzt Mader auf die Unterstützung von Familienangehörigen der Patienten. Aufgrund der Leserbriefe, die die Redakteurin erreichen, weiß Marckwordt, wie wichtig der Beitrag zur Motivation und zur Unterstützung bei der Blutdruckmessung und Tabletteneinnahme ist, den die Angehörigen leisten. Sehr angetan ist sie vom speziellen Patienten-Service in der Praxis: Haben Mader und sein Team den Verdacht, dass Patienten ihre Medikation nicht regelmäßig einnehmen, bieten sie an, deren Tabletten-Spender in der Praxis aufzufüllen oder zu verblistern. Falls erforderlich, besucht Mader seine Patienten auch zu Hause oder im Heim.

Die Jury begeisterte insbesondere die nachhaltige Arzt-Patient-Beziehung, durch die Mader und sein Team den Patienten ihre Krankheit und deren Folgerisiken bewusst machen und so zu einer guten Therapietreue motivieren.

Irmgard Landgraf, Internistin mit hausärztlichem Schwerpunkt aus Berlin-Steglitz, belegte den anderen der zweiten Plätze des TherapieTreuePreises 2011.

Mit ihrer gesprächs- und zeitintensiven Patientenbetreuung konnte sie die Fachjury von ihrem Engagement für die Compliance ihrer Hypertonie-Patienten überzeugen. Mindestens eine Stunde nimmt sich Landgraf pro Quartal für jeden Patienten Zeit und bespricht Therapieformen und -strategien. Schulungen führt Landgraf ausschließlich einzeln durch. "So erfährt der Patient am besten, was er selbst zu einer optimalen Therapie beitragen kann", lobt Jury-Mitglied Dr. Waltraud Silbernagel, Medizinpsychologin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. In ihrer Laudatio betonte Silbernagel, dass ein partnerschaftlicher Arzt-Patient-Dialog, wie bei Landgraf, die Basis dafür sei, dass der Patient die Therapieentscheidung bewusst mit trägt. "Zur Verbesserung der Therapietreue begegnet der Arzt seinen Patienten am besten mit Empathie und gezielten Fragen. Landgraf gelingt dies in vorbildhafter Art und Weise", bestätigte Silbernagel. Außerdem hob sie die Medikamentensoftware hervor, die Landgraf gezielt einsetzt. Mit dieser ist auf einen Blick ersichtlich, welches Medikament benötigt wird, verbraucht ist oder noch vorhanden sein müsste. So werden Fehlverordnungen vermieden, Therapieabbrüche fallen auf und führen unmittelbar zum Nachhaken beim Patienten.

Die intensive Aufklärung und das individuelle Schulungsangebot der Praxis Landgraf fördern das Konzept vom "mündigen Patienten", so die Jury. Das Medikamenten-Controlling rundet ihr besonderes Engagement ab.

Medikamente können nur wirken, wenn sie auch eingenommen werden!(1) Gastgeber Dr. Dirk Kosche, Vorsitzender der Geschäftsführung von Novartis Deutschland, machte anlässlich der Preisverleihung die besondere Verantwortung der behandelnden Ärzte deutlich: "Als forschender Arzneimittelhersteller kann Novartis Wegbereiter und Türöffner für eine erfolgreiche Therapie sein, indem wir Arzneimittel anbieten, die - bei aller Wirtschaftlichkeit - sicher, verträglich, wirksam und einfach anwendbar sind. Doch die besondere Herausforderung liegt in der Praxis beim therapieverantwortlichen Arzt. Seine Aufgabe ist es, die Patienten davon zu überzeugen, dass es sich lohnt, gemeinsam an der individuell besten Behandlungsstrategie zu arbeiten."

Um das tägliche Engagement zu würdigen, das erforderlich ist, um gerade Hypertonie-Patienten - oft über Jahre hinweg - zur Compliance zu ermutigen, hat sich Novartis entschlossen, den ersten deutschen TherapieTreuePreis ins Leben zu rufen. Auch in anderen Indikationen ist Compliance ein wichtiges Thema: Bei Multipler Sklerose, COPD und Diabetes, um nur einige zu nennen. Im kommenden Jahr wird daher der TherapieTreuePreis in der Indikation MS vergeben.

(1) Nach C. Everett Koop, Surgeon General a.D., USA: "Drugs don't work in patients who don't take them"

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Eva Bauer
Theresienhöhe 12, 80339 München
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