Pressemitteilung

Interviewangebot zur Weltwasserwoche 2011 vom 21. bis 27. August / Wasserversorgung: Korruption kostet Menschenleben

2011-08-18 09:52:42

Bonn (ots) - Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Die Vereinten Nationen sprechen sogar von einem Menschenrecht auf sauberes Trinkwasser. Doch Korruption im Wassersektor ist weit verbreitet: Schätzungen besagen, dass 40 bis 60 Prozent der Mittel veruntreut werden. Millionen Menschen bleiben dadurch ohne Zugang zu einer ausreichenden Trinkwasserversorgung. Dagegen engagiert sich in Uganda die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

"Wir schaffen Anreize gegen Korruption und stärken die Wassernutzer", sagt Andreas Kanzler, bei der GIZ zuständig für das Thema Wasser. "Zum Beispiel haben wir in Uganda im zuständigen Ministerium eine Arbeitsgruppe mit allen Beteiligten eingerichtet, eine Art Runder Tisch aus Politik, Wirtschaft und Bevölkerung. Da kommen dann alle Themen auf den Tisch, vom zu langsamen Ausbau des Leitungsnetzes bis hin zu den Wassertarifen." Doch es bleibt nicht beim Reden: Die Diskussionen münden in konkrete Arbeitspläne, etwa dazu wie Beschwerden von Bürgern zu prüfen sind - oder wie die Verwaltung Arbeitsabläufe verbessern kann. Jetzt gibt es beispielsweise eine Rechenschaftspflicht der Versorgungsunternehmen über Einnahmen und Investitionen. Das hochgesteckte Ziel: Durch Partizipation aller Beteiligten möglichst große Transparenz zu schaffen.

Aber auch bei den privaten Wasserversorgern soll sich einiges ändern. In rund 20 mittelgroßen Städten betreiben sie an Stelle der Stadtwerke die öffentliche Wasserversorgung. Von ihren Ausschreibungen für Investitionen in Wasserwerke und Leitungsnetz gelten heute nur 18 Prozent als transparent: Oft ist zum Beispiel unklar, nach welchen Kriterien Aufträge vergeben werden. In den kommenden drei Jahren soll dieser Wert auf immerhin 50 Prozent steigen - damit mehr und bezahlbares Trinkwasser die Bürger erreicht. Rund 90 Prozent aller tödlichen Durchfallerkrankungen sind auf mangelnde Trinkwasser- und Sanitärversorgung zurückzuführen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass etwa ein Viertel der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren darauf zurück zu führen sind - rund 5000 täglich! Durchfallerkrankungen sind damit die zweithäufigste Todesursache dieser Altersgruppe.

Um die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser und Qualität des Wassers weltweit zu verbessern, treffen sich vom 21. bis 27. August rund 3.000 Experten aus aller Welt in Stockholm zur "Weltwasserwoche". Was in Stockholm beim global wichtigsten Wassertreffen diskutiert werden wird, erläutert Ihnen der GIZ-Experte Andreas Kanzler vorab in einem Telefoninterview. Sie beschreiben anhand konkreter Beispiele, wie sich die Wasserversorgung verbessern lässt.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH ist ein weltweit tätiges Bundesunternehmen. Sie unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. Die GIZ trägt dazu bei, dass Menschen und Gesellschaften eigene Perspektiven entwickeln und ihre Lebensbedingungen verbessern.

Bitte vereinbaren Sie einen Termin für ein Interview mit dem GIZ-Wasserexperten Andreas Kanzler. Interviewtermine sind am 19. August zwischen 10 und 12 Uhr sowie während der Weltwasserwoche möglich.

Pressekontakt:

Kontakt: Hans Stehling, T: 06196/79-4466 oder E: presse@giz.de . 

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