Pressemitteilung

HPV-Impfung: Was Impfprogramme leisten können...

2011-07-20 17:49:02

Leimen (ots) - Neue Studienergebnisse aus Australien belegen den Erfolg der HPV-Impfung: Nach Einführung eines Schulimpfprogramms mit dem HPV-Impfstoff konnte die Anzahl der Fälle hochgradiger Veränderungen an der Schleimhaut des Gebärmutterhalses bei Frauen unter 18 Jahren nahezu halbiert werden. Die renommierte medizinische Fachzeitschrift Lancet veröffentlichte die Daten in ihrer aktuellen Ausgabe. Zeitgleich zeigen Zwischenergebnisse einer Langzeitbeobachtung aus Skandinavien: Die HPV-Impfung beugt Erkrankungen und Krebsvorstufen auch lang anhaltend vor. Zum Zeitpunkt der Zwischenauswertung, nach sieben Jahren, gibt es keine Impfdurchbrüche.

Bis Dezember 2009 hatten Mädchen und junge Frauen von 12-26 Jahren die Möglichkeit am HPV-Impfprogramm teilzunehmen. Seit Januar 2010 können alle Mädchen von 12-13 Jahren teilnehmen. So konnten hier Impfraten bis zu 70 Prozent erreicht werden. Nur knappe drei Jahre nach Einführung des Programms gibt es bei Frauen bis 18 Jahre deutlich weniger Fälle schwerer Gewebeveränderungen (Läsionen) am Gebärmutterhals: Auswertungen des nationalen Screening-Registers zeigen, dass sich die Anzahl der Fälle von Krebsvorstufen in dieser Altersgruppe fast halbiert hat.

Dass die HPV-Impfung Erkrankungen und Krebsvorstufen, die durch bestimmte Humane Papillomviren hervorgerufen werden, auch lang anhaltend vorbeugen kann, zeigen die Auswertungen des sogenannten Nordischen Krebsregisters. Die jungen Skandinavierinnen waren schon 2003 im Rahmen der Zulassungsstudie mit dem tetravalenten, das heißt gegen vier HPV-Typen gerichteten Impfstoff geimpft worden. Sie haben somit einen Beobachtungsvorsprung gegenüber den Mädchen und Frauen, die die Impfung seit ihrer Einführung in Deutschland im Herbst 2006 erhielten. Auch nach sieben Jahren entwickelten die 2003 geimpften Frauen keinerlei durch die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18 hervorgerufenen Erkrankungen oder behandlungsbedürftigen Vorstufen. Somit besteht bei ihnen offensichtlich mindestens noch sieben Jahre nach der Impfung ein Impfschutz. Die Daten der teilnehmenden Frauen werden weiterhin ausgewertet, um die Dauer des Impfschutzes zu evaluieren.

Für die medizinische Fachwelt sind die neuen Daten zur HPV-Impfung sensationell: Die HPV-Impfung ist in Deutschland seit Herbst 2006 auf dem Markt; aber die tatsächlichen Effekte der Impfung in der Bevölkerung zeigen sich erst nach einigen Jahren.

"Das Ergebnis belegt einmal mehr, wie wichtig die HPV-Impfung ist - vor allem die frühzeitige", so Dr. Klaus Schlüter, Director Scientific Affairs und Market Access bei dem Unternehmen Sanofi Pasteur MSD, das den Impfstoff Gardasil® in Deutschland vertreibt. "Langfristig könnte die Rate an Gebärmutterhalskrebs gesenkt werden - hohe Impfraten vorausgesetzt." In Deutschland sind aktuell nur ein Viertel der jungen Frauen geimpft, für welche die Impfung empfohlen wird.

Humane Papillomviren sind weit verbreitet. Sie können zahlreiche Erkrankungen auslösen wie zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs und seine Vorstufen, aber auch weitere Krebsformen im Genitalbereich sowie Genitalwarzen. Die HPV-Impfung ist so sicher und gut verträglich wie andere Standardimpfungen auch. Seit der Zulassung 2006 wurden weltweit bereits über 74 Mio. Impfstoff-Dosen verkauft.

Mädchen sollten sich möglichst vor Aufnahme sexueller Aktivität impfen lassen. Daher empfiehlt die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO) die HPV-Impfung (HPV-Typen 16 und 18) für Mädchen ab 12 Jahren. Aber die Impfung macht auch Sinn für Frauen, die schon Sex hatten. Denn nicht immer steckt man sich beim ersten Mal an. Und auch nicht mit allen HPV-Typen, gegen die die Impfung gerichtet ist.

Ausführliche Informationen rund um das Thema Gebärmutterhalskrebs, seine Vorstufen und die HPV-Impfung gibt es im Webportal www.tellsomeone.de . Mädchen, junge Frauen oder Mütter, die ihre Töchter impfen lassen möchten, können hier unter anderem Broschüren bestellen, einen Leitfaden für den ersten Frauenarztbesuch herunterladen oder sich Videos zum Thema HPV anschauen.

Hinweise zur Veröffentlichung

Über Sanofi Pasteur MSD (SPMSD)

SPMSD ist ein europäisches Gemeinschaftsunternehmen von Sanofi Pasteur und Merck & Co. Inc.: Wir haben uns als Einzige ausschließlich auf Herstellung und Vertrieb von Impfstoffen spezialisiert. Impfungen gehören zu den wirksamsten und wichtigsten vorbeugenden Gesundheitsmaßnahmen - mit unseren Produkten schützen wir Menschen aller Altersklassen vor 20 Infektionskrankheiten. Weltweit arbeiten Forscherteams an der Entwicklung neuer und der Verbesserung bewährter Impfstoffe. Dabei ist es Ziel, deren Wirksamkeit, Verträglichkeit und Akzeptanz ständig zu verbessern. Auf der Dialogplattform www.impfenimdialog.de beantworten Experten von SPMSD persönlich individuelle Fragen rund um das Thema Impfen.

Kontakt:


Sanofi Pasteur MSD GmbH
Florian Martius
Director Communication & Public Relations
+49 (0)6224 594 279
FMartius@spmsd.com
Internet: www.spmsd.de
www.impfenimdialog.de

komm.passion Hamburg GmbH
Natascha Kramer-Schlecht
+49 (0)40 42 32 40 89
natascha.kramer-schlecht@komm-passion.de

Permalink:


http://www.presseportal.de/pm/73913/2082444

Sanofi Pasteur MSD GmbH



Weiterführende Informationen

http://www.spmsd.de/


Das Presseportal ist ein Service von news aktuell und die Datenbank für Presseinformationen im deutschsprachigen Raum.
www.presseportal.de
Infobox anzeigen/verbergen


Alle Pressemitteilungen