Pressemitteilung

+++AKTUALISIERUNG+++PHOENIX-Preview: +++DEUTSCHE ERSTAUSSTRAHLUNG+++Die Tea-Party-Bewegung; Dienstag, den 26. Juli 2011, 22.15 Uhr

2011-07-19 15:47:30

Bonn (ots) - ++AB SOFORT FÜR EINGELOGGTE USER ALS PREVIEW VERFÜGBAR++

Sie sind gegen den Klimaschutz, gegen eine staatliche Krankenversicherung und vor allem gegen Obama. In den USA machen die Konservativen mobil gegen ihren Präsidenten, allen voran die wachsende Tea-Party-Bewegung. Sie gibt sich als spontaner Zusammenschluss besorgter Bürgerinnen und Bürger, und ihre Anhänger wehren sich vehement gegen Vorwürfe, sie würden von ein paar Superreichen finanziert. Doch was stimmt? Der australische Filmer Taki Oldham gab sich als interessierter Bürger aus und besuchte Tea-Party-Veranstaltungen in sechs US-Bundesstaaten. Seine Reise quer durch die USA zeigt auf, wie die Tea-Party-Bewegung funktioniert und wer sie orchestriert. Taki Oldham beschliesst, den Vorwürfen nachzugehen, inkognito durch die USA zu reisen und sich als Tea-Party-Interessent auszugeben. Auf seiner vierwöchigen Reise durch sechs Bundesstaten besucht er Protestveranstaltungen der Tea-Party-Bewegung gegen die staatliche Krankenversicherung und gegen Klimaschutzmaßnahmen. Dort begegnet er empörten Bürgerinnen und Bürgern, die lauthals gegen den Staat und gegen die Macht der Elite protestieren. Die meisten haben kaum politische Erfahrung und fragen sich nicht, ob sie von den Interessen derer instrumentalisiert werden, gegen die sie vorzugehen meinen. Offenbar stammt nämlich ein Großteil des Geldes wie auch der Strategie und des Personals der Tea-Party-Bewegung von ein paar Superreichen: den Brüdern Charles und David Koch, die den Ölkonzern ihres Vaters zu einem profitablen Konglomerat ausgebaut haben und damit jährlich rund hundert Milliarden Dollar Umsatz erzielen. Die Kochs wollen weniger Steuern zahlen und mit weniger Regulierungsmaßnahmen behelligt werden. Und sie haben schon früh erkannt, dass sie zur Durchsetzung ihrer Ziele neben Denkfabriken auch eine Basis in der Bevölkerung brauchen. Dazu riefen sie 2004 die Organisation Americans for Prosperity ins Leben, die nach Obamas Wahl libertäre Prinzipien in Schlagworte übersetzte und das von den Demokraten so erfolgreich eingesetzte Arsenal der sozialen Netzwerke in den Dienst der Koch'schen Anliegen stellte. An einer Tea Party würden sich die beiden medienscheuen Brüder jedoch nie blicken lassen. Sie bleiben lieber unter sich. Die Tea-Party-Anhänger sind hoch motiviert und sehr konservativ. Sie kämpfen gegen einen Ausbau des Staates und wollen inzwischen nur noch eines: Barack Obama bei den Wahlen 2012 absetzen. Da ist ihnen jedes Mittel und auch das Geld der Koch-Milliardäre recht. Dass diese das Spiel bestimmen und die Regeln vorgeben, ist dabei absolut unerheblich.

Dokumentation von Taki Oldham, SF/DRS/2011

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