Pressemitteilung

Interview mit Prof. Dr. Werner Mang zu "Extrem schön! Endlich ein neues Leben", ab 5. Juli bei RTL II

2011-07-01 09:45:14

München (ots) - Am Dienstag, 5. Juli 2011 um 22:10 Uhr starten neue Folgen des RTL II-Erfolgsformats "Extrem schön! Endlich ein neues Leben". In der ersten Folge operiert Prof. Dr. Werner Mang die 21-jährige Annika.

1. Herr Prof. Mang, warum machen Sie bei "Extrem schön! Endlich ein neues Leben" mit?

Am Anfang war ich skeptisch, ich dachte, die Sendung sei zu reißerisch. Nach dem Casting der Patienten habe ich Menschen kennen gelernt, die nach unserer Behandlung bzw. Operation so dankbar waren, wie ich es als Schönheitschirurg noch nicht erlebt habe. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, welche Tragödien sich in Familien abspielen und wie Frauen psychisch und physisch am Ende sind, sich gehen lassen und resigniert haben. Nach der Operation habe ich Patienten erlebt, die eine hundertprozentige Wandlung durchgemacht haben. Das war sensationell und beeindruckend.

2. Was unterscheidet diese Sendung von anderen Sendungen, in denen es um Schönheitsoperationen geht?

"Extrem schön!" unterscheidet sich von allen anderen Sendungen durch eine große Sorgfalt bei Casting und Produktion. Alle Protagonisten wurden von hoch ausgebildeten Psychologen und Fachärzten betreut. Weil neben der Verbesserung des optischen Erscheinungsbildes auch die Seele geheilt wurde. Das ist der Unterschied zu anderen Sendungen. Das gesamte Produktionsteam ist liebevoll mit den Patienten umgegangen. Die Patienten waren für Wochen von ihren Familien getrennt, haben Schmerzen ertragen, haben ein völlig anderes Aussehen bekommen. Es wurde Ihnen nicht vermittelt, dass sie zu einem Star umoperiert werden (wie bei anderen Sendungen), sondern dass ihnen geholfen werden soll, ein neues Leben anzufangen. Das ist hundertprozentig gelungen.

3. Kann man mit einem neuen bzw. besseren Aussehen wirklich das Leben eines Menschen ändern?

Ja, hundertprozentig! Wenn ein Mensch wirklich extreme Mängel hat, wie abstehende Ohren, Hakennase, fliehendes Kinn, hängende Brüste, Reithosen, Figurdeformationen etc., dann können wir das Leben des Patienten schon zum Positiven ändern. Diese Menschen sind privat und beruflich nachher erfolgreicher und besser integrierbar. Ich sage immer wieder: Diese Operationen müssten nach psychologischen Gutachten von der Krankenkasse bezahlt werden. DieKosten sind wesentlich geringer, als wenn die Patienten in Depressionen versinken und jahrelang krankgeschrieben sind. Das sollte der Transfer dieser Sendung sein, dass mit der Schönheitschirurgie Seelenheil mit dem Skalpell betrieben werden kann und dass das Menschen hilft, wieder gesund zu werden. Eine Forderung: In diesen Fällen Schönheitsoperationen auf AOK!

4. Wann ist eine Schönheitsoperation sinnvoll und wann nicht?

Die Mang-Schule besagt: Schönheitswahn aus Hollywood nein - vernünftige Schönheitschirurgie ja! Das heißt: Hände weg von Teenie-Operationen, Hände weg von Horroroperationen, wie mit Silikon aufgespritzten Lippen, Barbiepuppen-Nasen, Botox-Partys, Megabrüsten (500 g Implantate), Entfernung von Rippen, um eine engere Taille zu bekommen, Po- oder Wadenimplantate. Sinnvoll sind Schönheitsoperationen, wenn jemand unter seinen Mängeln leidet. - bei einer Höckerlangnase, fliehendem Kinn oder abstehenden Ohren etc. Ebenso die gesamte Anti-Aging-Chirurgie. Wenn jemand unter Tränensäcken, Schlupflidern oder einem Doppelkinn leidet und sich nicht wohl in seiner Haut fühlt, dann ist die Schönheitschirurgie gefragt.

5. Raten Sie Patienten auch von Operationen ab?

Ja, etwa 8 Prozent der Patienten schicke ich wieder weg oder zum Psychologen. Wenn ich sehe, dass unsinnige Eingriffe gewünscht werden oder dass mit der Operation vielleicht eine Ehe gerettet werden soll oder sich der Patient zu einem Star umoperieren lassen will, dann lehne ich den Eingriff ab. Auch Patienten, die OP-süchtig sind und von Arzt zu Arzt pilgern, sollte man ablehnen. Ebenso Patienten, die an einem Dysmorphie-Syndrom leiden, d.h., sie sind von Haus aus schön, fühlen sich aber hässlich. Deswegen sollte man als guter Schönheitschirurg nicht nur fundiert ausgebildet sein (sechs- bis achtjährige Ausbildung), sondern auch Künstler und vor allen Dingen Psychologe sein.

6. Jede Operation birgt auch Risiken. Wie klären Sie ihre Patienten darüber auf?

Das A und O bei jeder Operation ist die Aufklärung. Die normalen OP-Risiken sind Thrombose, Embolie, Injektion, Narben. Eine Schönheitsoperation hat genau so viele oder wenige Risiken, wie jede andere Operation auch. Manche Patienten gehen zu blauäugig in eine Schönheitsoperation. Sie denken, das ist Beauty-Medizin und es kann nichts passieren. Aber das stimmt nicht. Gerade wenn der Schönheitschirurg nicht optimal ausgebildet ist, können fatale Folgen entstehen, wie Nervenverletzungen und Haarausfall beim Facelift, Atemstörungen und Sattelnase nach Nasenkorrekturen, Ohrmissbildungen nach Ohranlegungen, Brustdrüsenverletzungen bei Brustimplantaten und so weiter.

Wichtig für das Risikomanagement ist ein gut ausgebildeter Facharzt für Ästhetische Chirurgie, eine autorisierte Fachklinik, Fachanästhesist, Überwachungsraum, beste Materialien, gute Aufklärung. Dann sind Schönheitsoperationen sicher und bergen kaum Risiken.

7. Würden Sie sich selbst unters Messer legen, um einen Makel beseitigen zu lassen?

Natürlich. Wenn ich physisch oder psychisch unter einem Makel leiden würde, würde ich mich sofort von einem meiner Oberärzte, die bestens an der Bodenseeklinik ausgebildet sind, operieren lassen. Bis jetzt leide ich noch nicht unter meinen Schlupflidern und Tränensäcken. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, diese einmal korrigieren zu lassen, da ich als 60-Jähriger vital wie 40 bin und meine Hülle altert. Weg mit den Alterszeichen, wenn man sich damit nicht wohl fühlt! Ich sehe die Anti-Aging-Chirurgie genauso wie die zahnerhaltende Chirurgie, wie z.B. Zahnimplantate.

8.Immer mehr Männer wagen den Gang zum Schönheitschirurgen. Können Sie diesen Trend bestätigen?

Die Internationale Gesellschaft für Ästhetische Medizin, deren Präseident ich bin, hat umfangreiche Studien zum Thema Männerchirurgie gemacht. Diese sind sehr spannend: Im Jahr 1990 haben sich in Deutschland etwa fünf Prozent der Männer verschönern lassen, im Jahr 2000 waren es bereits zehn Prozent und im Jahr 2010 20 Prozent. Das bedeutet, dass heute jeder fünfte Patient, der sich einer Schönheitsoperation unterzieht, ein Mann ist, Tendenz steigend. Interessant ist, dass in Düsseldorf und München die Männer am eitelsten sind. In Berlin, Leipzig und Dresden gehen sie seltener zum Schönheitschirurgen. Ganz spannend ist die Tendenz in Europa: Die Schotten und Iren gehen kaum zum Schönheitschirurgen, sie stehen zu ihrem "markanten" Aussehen. Österreicher, Deutsche und Schweizer liegen im Mittelfeld. Sehr eitel sind die Männer in Italien und in der Türkei.

9. Was sind die aktuellen Trends bei Männern und Frauen bei Schönheitsoperationen?

Die häufigsten Operationen bei Männern sind: Schlupflider- und Tränensackkorrekturen, Fettabsaugungen an Bauch und Hüfte, Nasenkorrekturen, Haartransplantationen, Facelift. Bei Frauen stehen an erster Stelle Brustimplantate, gefolgt von Fettabsaugungen im Po- und Oberschenkelbereich, Facelift, Nasenkorrekturen, Lidoperationen. Hunderttausende von Behandlungen mit Botox und Hyaluronsäure werden in Deutschland bei Männern und Frauen durchgeführt. Der aktuelle Trend bei Männern ist der Waschbrettbauch. Der kann nur erreicht werden durch eine perfekte Fettabsaugung und anschließendes hartes Training. Der Trend bei Frauen ist ein jugendliches und frisches Aussehen, welches durch ein Minilift, Lidkorrekturen und Hyaluronsäurebehandlungen erreicht werden kann. Die Anti-Aging-Medizin ist bei Frauen ab 40 ganz groß im Trend.

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