Pressemitteilung

Gehaltsstruktur der Uni-Ärzte modernisieren / Forderungen des Marburger Bundes in der Tarifrunde 2011

2011-06-22 12:36:34

Berlin (ots) - In der anstehenden Tarifrunde für die Ärztinnen und Ärzte an den Universitätskliniken fordert der Marburger Bund eine spürbare Anhebung des Tarifniveaus und eine Modernisierung der Entgelttabelle. Die Gehälter der rund 20.000 Ärzte an 23 Universitätskliniken des Tarifverbundes der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sollen ab 1. Juli 2011 linear um 5 Prozent steigen. "Gegenüber Ärzten anderer Träger sind die Uni-Ärzte in den vergangenen zwei Jahren stark ins Hintertreffen geraten. Die Unikliniken müssen deshalb Anschluss finden an die tarifpolitische Entwicklung, sonst werden sich die Probleme bei der Nachwuchsgewinnung und der Akquisition von Fachärzten verschärfen. Spitzenmedizin muss deutlich besser bezahlt werden", forderte der 1. Vorsitzende des Marburger Bundes, Rudolf Henke.

Einen besonderen Fokus lege der MB deshalb auch auf Verbesserungen in der Struktur der Entgelttabelle. Davon würden insbesondere junge Ärzte und berufserfahrene Fachärzte profitieren. Der Marburger Bund wird auch darauf drängen, dass die Bezahlung von Schichtdiensten deutlich angehoben wird. Für Vollarbeit in der Nacht bekommen Ärzte an Unikliniken lediglich einen Zuschlag von 1,28 EUR pro Stunde. "Die Ärztinnen und Ärzte empfinden solche Uralt-Regelungen als Zumutung und Ausdruck mangelnder Wertschätzung ihrer Arbeit zu ungünstigen Zeiten. In Tarifverhandlungen mit anderen Krankenhausträgern haben wir durch die Einführung von prozentualen Zeitzuschlägen für Nachtarbeit bereits Verbesserungen durchgesetzt. Daran müssen sich auch die Universitätskliniken messen lassen", sagte Henke. Der Marburger Bund fordert Zeitzuschläge in Höhe von 25 Prozent des individuellen Stundenentgeltes für Vollarbeit in der Nacht (bisher 1,28 EUR/h), für Überstunden (bisher 15%) und für Vollarbeit an Samstagen von 13 bis 21 Uhr (bisher 0,64 EUR/h). Für Sonntagsarbeit fordert die Ärztegewerkschaft, den bestehenden Zeitzuschlag in Höhe von derzeit 25 Prozent auf 35 Prozent zu erhöhen.

Darüber hinaus hat sich der MB das tarifpolitische Ziel gesetzt, für die besonderen Erschwernisse der Arbeit zu ungünstigen Zeiten im Bereitschaftsdienst eine adäquate finanzielle Entschädigung einzuführen. Im Vergleich zu kommunalen und privaten Kliniken ergibt sich für die Ärzte an Universitätskliniken auch und gerade in diesem Bereich ein erheblicher Nachholbedarf.

Die erste Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder wird am 12. Juli 2011 in Berlin stattfinden.

Pressekontakt:

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