Pressemitteilung

BVEO-BOG: Gemüseerzeuger und Erzeugerorganisationen müssen entschädigt werden

2011-06-01 15:41:02

Bonn (ots) - Die deutschen Gemüseanbauer und ihre Organisationen bedauern, dass es durch Infektionen mit EHEC-Keimen von bisher unbekannter Herkunft zu Erkrankungen und Todesfällen gekommen ist. Trotz intensiver Bemühungen der zuständigen Stellen konnte die Kontaminationsquelle bislang nicht eindeutig identifiziert werden. Die Aufklärung der Ursachen hat absoluten Vorrang vor allen anderen Maßnahmen, auch für die gesamte deutsche Gemüsewirtschaft.

Nach den gestrigen Untersuchungsergebnissen aus Hamburg ist die Ungewissheit weiterhin gestiegen, da offen ist, ob Gemüse überhaupt zu den tatsächlichen Kontaminationsquellen gehört. Aufgrund der Verzehrsempfehlungen der Bundesoberbehörden und der verständlichen Kaufzurückhaltung auf Seiten der Verbraucher entstehen den deutschen Gemüseerzeugern Umsatzschäden von rund 4 bis 5 Mio. EUR/Tag, was für viele Betriebe existenzgefährdend ist. Wir befinden uns in der jahreszeitlich bedingt größten Angebotsphase für deutsches Gemüse.

Dies ist das Ergebnis eines Gedankenaustauschs, den die Erzeugerorganisationen und Gemüsegenossenschaften am gestrigen Tage in Bonn durchgeführt haben.

In einem Spitzengespräch mit BMELV-Staatssekretär Dr. Robert Kloos von heute hat die deutsche Gemüsewirtschaft folgende Forderungen vorgetragen:

   - Die Erzeuger und ihre Organisationen brauchen kurzfristig 
finanziellen Schadensausgleich für die entstandenen und mutmaßlich 
weiterhin entstehenden Umsatz- und Ertragsausfälle, an denen sie 
nachweislich keine eigene Schuld tragen. Dies hat sich aus dem 
verständlichen Verbraucherverhalten auf Basis der 
Verzehrsempfehlungen der Bundesoberbehören und der Bundesregierung 
ergeben. 
   - Das Bundesministerium wird gebeten, alle Möglichkeiten zur 
Schadensersatzleistung aus nationalen oder EU- Mitteln zu prüfen und 
den Erzeugern und ihren Organisationen schnell Hilfe zukommen zu 
lassen. -	Des Weiteren werden zu gegebener Zeit finanzielle Mittel 
erforderlich sein, um die Wiederbelebung des Verbrauchs und des stark
rückläufigen Gemüsemarktes durchzuführen. 
   - Die Erzeugerorganisationen und die BVEO, aber auch 
Einzelerzeuger, setzen unverändert auf freiwillige 
EHEC-Untersuchungen der erntereifen Ware, um weiterhin einen Beitrag 
zum Auffinden der möglichen Kontaminationsquellen zu leisten. Dazu 
zählen auch Untersuchungen von Betriebsmitteln entlang der gesamten 
Wertschöpfungskette. Damit wird der Kreis der potentiellen 
Kontaminanten eingekreist und bisher alle untersuchten Proben der 
verzehrsfertigen Ware für "EHEC-frei" erklärt. 
   - Die BVEO fordert alle in der Obst- und Gemüsewirtschaft Tätigen 
und am Handelsgeschäft Beteiligten dringend auf, die eigenen 
Aktivitäten zur Suche nach dem tatsächlichen Erreger zu 
intensivieren, unabhängig von Person, Ansehen und Nationalität. 

Pressekontakt:

BVEO
Karl Schmitz
Tel. 0228-2422050 oder 0228-106-342
bveo@drv.raiffeisen.de

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