Pressemitteilung

BVEO-PM zu den EHEC-Infektionen: Verzehrsempfehlungen in Norddeutschland, nicht für Gemüse aus Norddeutschland

2011-05-26 11:24:10

Bonn (ots) - Das Robert-Koch-Institut hat bei seiner gestrigen Bewertung der aktuellen EHEC-Lage u.a. empfohlen, "vorsorglich bis auf Weiteres Tomaten, Gurken und Blattsalate insbesondere in Norddeutschland nicht roh zu verzehren". Weiterhin sei denkbar, dass die kontaminierten Lebensmittel vorrangig dort vertrieben werden.

Bei der Verbreitung der RKI-Notiz sind insofern Falschmeldungen im Umlauf, als drei verschiedene Varianten der Warnung verbreitet werden nämlich, "dass Tomaten, Gurken und Blattsalate

   - in Norddeutschland bzw. 
   - aus Norddeutschland bzw. 
   - in Norddeutschland in Verkehr gebracht sind." 

Der tatsächliche Ursprung der Kontaminationsware und die mutmaßlichen Handelsströme sind jedoch weiterhin völlig unbekannt.

Die BVEO und die ihr angeschlossenen Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse haben größtes Interesse an einer zügigen und vollständigen Aufklärung der bedauerlichen aktuellen Situation. Aus diesem Grund sind seit Wochenanfang von den 3 in Norddeutschland ansässigen Erzeugerorganisationen EHEC-Untersuchungen durchgeführt worden, deren Ergebnisse uns vollständig vorliegen. Erfreulicherweise kann festgestellt werden, dass in allen untersuchten Artikeln und Proben für Ware aus Norddeutschland der EHEC-Erreger nicht festgestellt wurde. Dies gilt für verprobten Romana-Salat, Tricolar-Salate, Salarico, Salaverde, Salatherzen, Kohlrabi, Bio-Miniromane, Kopfsalat, Erdbeeren, Mixsalat, Rucola, A und L-Nutteln, Salanova, Spargel, Eisbergsalat, Lauchzwiebeln und OM-Pilze. Eindeutige Negativuntersuchungsergebnisse liegen auch von der in Süd-Oldenburg ansässigen Erzeugerorganisation vor, der Region, mit der größten Veredlungs- und Gülledichte Deutschlands. Da die dort anfallende Gülle nicht zu den Nährstoffquellen im kommerziellen Gemüseanbau zählt, sind negative Untersuchungsergebnisse verständlich.

Bei der im Weser-Ems-Gebiet ansässigen Erzeugerorganisation, deren Mitglieder keine Blattsalate aber Tomaten und Salatgurken erzeugen, findet der Anbau ausschließlich im Unter-Glas-Anbau statt. Die Pflanzen wachsen auf Steinwolle, werden ausschließlich mineralisch ernährt und kommen zu keinem Zeitpunkt mit Boden oder Naturdünger in Kontakt. Es ist daher verständlich, dass bis zur Stunde für Produkte aus diesem Unternehmen keine positiven EHEC-Untersuchungsergebnisse vorliegen, die auf EHEC hindeuten. Auch die im Großraum Hamburg und in Mecklenburg-Vorpommern ansässige Erzeugerorganisation hat seit Wochenanfang eine Vielzahl von EHEC-Untersuchungen durchführen lassen, erfreulicherweise ebenfalls mit ausschließlich negativem Resultat.

Darüber hinaus werden Vor-Ernte-Proben der zu erntenden Ware gezogen, um vor dem Erntetermin sichergehen zu können, dass der EHEC-Erreger in den Nahrungsmitteln auf keinen Fall vorkommt. Die BVEO hat darüber hinaus empfohlen, für die Freilandproduktion zusätzlich Bodenproben zu entnehmen und auf EHEC untersuchen zu lassen. Ergebnisse hierzu liegen bis zur Stunde noch nicht vor.

Abschließend wiederholt die BVEO ihre uneingeschränkte Bereitschaft, im Rahmen der Vorsorgepflicht Vorsorgeuntersuchungen auf freiwilliger Basis parallel zu den amtlichen Untersuchungen durchführen zu lassen, um zu einer Eingrenzung der möglichen Kontaminationsquellen aktiv beizutragen.

Pressekontakt:

BVEO - Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse 
e.V.
bveo@drv.raiffeisen.de
Tel.: 0228-106-342

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