Pressemitteilung

Cyber-Mobbing: Psychischer und realer Gewalt entgegentreten

2011-05-05 10:36:20

Berlin (ots) - Cyber-Mobbing und Cyber-Bullying unter Schülern sind weiter auf dem Vormarsch. Die Demütigung im Internet hat nicht nur massive psychische Auswirkungen für die Opfer, sondern zieht oft auch reale Gewalthandlungen nach sich. Der Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe von DGUV Kompakt beschäftigt sich mit diesem immer größer werdenden Problem und gibt Hinweise zum Umgang mit Cyber-Mobbing.

"Die Strategien bei der Prävention von Cyber-Mobbing unterscheiden sich nicht grundsätzlich von denen beim realen Mobbing", erklärt Professor Dr. Dirk Windemuth, Leiter des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung. "Wichtig sind unter anderem die Stärkung der sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen, die Aufklärung über die Folgen der Taten aber auch ein konsequentes Intervenieren von Eltern und Lehrern."

Die gesetzliche Unfallversicherung, konkret die Unfallkassen, die für den Schutz von Schülern zuständig sind, unterstützen Schüler und Lehrer mit verschiedenen Vorsorgemaßnahmen und Informationsangeboten. Zuletzt etwa die Unfallkasse Bremen mit der Handlungshilfe "Zum Umgang mit Bullying und Cyberbullying in der Schule".

In 80 Prozent der Fälle kennen sich Täter und Opfer aus der Schule. Daher kann sich Cyber-Mobbing auch auf die Schülerunfallzahlen auswirken. Laut Statistik der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung passieren rund ein Viertel (2009: 310.553) aller meldepflichtigen Schulunfälle in der Pause. Hauptunfallort ist dabei der Schulhof (64,9 Prozent). 13,4 Prozent der Pausenunfälle gehen auf Rangeleien und Raufereien zurück, wobei die hauptsächlich beteiligte Altersgruppe die 7- bis 16-Jährigen bilden. Jungen sind dabei überproportional vertreten (61,5 Prozent). Hauptverletzungsarten sind Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen sowie Oberflächenverletzungen der Haut.

DGUV Kompakt ist das politische Infomedium der DGUV - mit Statements zu aktuellen Themen der gesetzlichen Unfallversicherung und Nachrichten aus den Bereichen Prävention, Rehabilitation und Forschung. DGUV Kompakt erscheint zehnmal im Jahr und ist kostenlos erhältlich.

Weitere Themen der Ausgabe Mai 2011 sind u. a. die Initiative "Decade of Action for Road Safety" der Vereinten Nationen sowie ein Exklusivinterview mit dem gehörlosen Abgeordneten des Europaparlaments Ádám Kósa über die Inklusion von Menschen mit Behinderungen.

Die Mai-Ausgabe von DGUV Kompakt kann heruntergeladen werden unter: http://www.dguv.de/inhalt/presse/dguv-kompakt/pdf

Pressekontakt:

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)
Dr. Dagmar Schittly
Tel.: 030 288763-769
Fax: 030 288763-771
E-Mail: dagmar.schittly@dguv.de

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DGUV Kompakt



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