Pressemitteilung

Auf dem Weg zum mündigen Patienten / Umfrage: Viele deutsche Ärzte begrüßen die Stärkung der Patientenrechte

2011-04-29 08:54:19

Koblenz (ots) - Das geplante Patientenrechtegesetz sorgt derzeit für zahlreiche Debatten im Gesundheitswesen. Es soll die Sicherheit und die Rechtslage von Patienten gegenüber Ärzten verbessern. Die Mehrheit der deutschen Mediziner findet laut einer aktuellen Umfrage eine stärkere Position der Bürger gut: 55 Prozent bejahen die Ausweitung der Patientenrechte. Nur 7,3 Prozent befürchten, dass das Gesetz zu mehr Klagen gegen Ärzte führen könnte. So das Ergebnis des monatlich erhobenen CGM-GesundheitsMONITORs.

Transparenz und Eigenverantwortung als Erfolgsrezept

Die moderne Medizin bietet viele Behandlungswege, deren Abläufe häufig komplex und für Laien schwer nachvollziehbar sind. Das Patientenrechtegesetz soll Bürgern mehr Sicherheit bieten. Ärztekammern befürchten allerdings, dass strenge gesetzliche Vorgaben das vertrauensvolle Verhältnis zwischen Arzt und Patient beeinträchtigen können. Die Mehrheit der befragten Mediziner (55 Prozent) bejaht eine Stärkung der Patientenrechte: 20,5 Prozent der befürwortenden Ärzte sind der Ansicht, dass Patienten bessere Einblicke in ihre Behandlung erhalten. Außerdem übernehmen sie mehr Verantwortung für ihre Gesundheit (34,5 Prozent). Allerdings lehnen auch einige Mediziner das geplante Gesetz ab: Gut ein Drittel der Befragten (36,8 Prozent) ist der Meinung, dass die Patientenrechte bereits ausreichend berücksichtigt werden. Vermehrte Klagen gegen Ärzte befürchten nur 7,3 Prozent.

Ärzte sind wichtige Ansprechpartner für Patienten

Der Umgang mit Behandlungsfehlern spielt bei der Diskussion um verbesserte Patientenrechte eine wichtige Rolle. Durch das Gesetz sollen unter anderem Therapieabläufe besser dokumentiert, Fehlerquellen analysiert und Aufklärungsmaßnahmen verschärft werden. Viele Mediziner kennen den Handlungsbedarf: 61,4 Prozent bestätigen, dass Patienten sogar sehr häufig von Behandlungsfehlern ärztlicher Kollegen berichten. 2,7 Prozent werden eher selten darauf angesprochen, gut jeder dritte Arzt (35,9 Prozent) nie.

Fehler systematisch ausschalten und Patienten besser informieren

Welche konkreten Maßnahmen können die Probleme mit Behandlungsfehlern entschärfen? Ärzte sind bei dieser Frage unterschiedlicher Meinung: 7,5 Prozent favorisieren die Einrichtung eines Entschädigungsfonds. 12,6 Prozent halten die Unterstützung von Krankenkassen am sinnvollsten, zum Beispiel durch Gutachten. Ein Drittel (32,7 Prozent) plädiert in erster Linie dafür, Fehlermeldesysteme noch intensiver zu nutzen als bisher. Gut ein weiteres Drittel (35,2 Prozent) hält es dahingegen für wichtiger, Aufklärung und Dokumentation weiter auszubauen. Dies wäre ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum mündigen Patienten und einer bestmöglichen Behandlung.

Über CompuGroup Medical AG

CompuGroup Medical ist eines der führenden eHealth-Unternehmen weltweit. Seine Softwareprodukte zur Unterstützung aller ärztlichen und organisatorischen Tätigkeiten in Arztpraxen und Krankenhäusern, seine Informationsdienstleistungen für alle Beteiligten im Gesundheitswesen und seine webbasierten persönlichen Gesundheitsakten dienen einem sichereren und effizienteren Gesundheitswesen. Grundlage der CompuGroup Medical Leistungen ist die einzigartige Kundenbasis von etwa 380.000 Ärzten, Zahnärzten, Krankenhäusern und Netzen sowie sonstigen Leistungserbringern. CompuGroup Medical ist das eHealth-Unternehmen mit einer der weltweit größten Reichweiten unter Leistungserbringern. Rund 3.300 hochqualifizierte Mitarbeiter in 25 Ländern stehen für nachhaltige Lösungen bei ständig wachsenden Anforderungen im Gesundheitswesen.

Der CGM GesundheitsMONITOR:

Der CGM GesundheitsMONITOR ist eine gemeinsame Initiative der CompuGroup Medical, der Medical Tribune sowie der Rhein-Zeitung. Monatlich werden repräsentative Umfragen unter 440 Allgemeinmedizinern, Internisten und Gynäkologen zu aktuellen Fragestellungen im Gesundheitssystem durchgeführt. Grafiken zum Download und kostenlosem Abdruck, Veröffentlichung sowie Informationen zur repräsentativen Umfrage finden Sie unter www.cgm-gesundheitsmonitor.de

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