Pressemitteilung

Gefährlicher Brechdurchfall / Immer mehr Eltern schützen ihre Kinder vor Rotaviren / Große Umfrage unter 1.400 Müttern und Schwangeren (mit Bild)

2011-04-20 09:00:14

München (ots) - Die Gefahr einer Rotaviren-Erkrankung für Babys und Kleinkinder wird jungen Müttern zunehmend bewusst; immer öfter wollen sie ihr Kind wirksam gegen diese häufigste Form des Brechdurchfalls schützen. Laut einer aktuellen Umfrage des Marktforschungsinstituts US Media unter 1.400 Müttern und Schwangeren in Deutschland musste 2011 fast jedes zweite an Rotaviren erkrankte Kind im Krankenhaus behandelt werden, insgesamt rund 20.000 Kinder pro Jahr. Meist waren es der enorme Flüssigkeitsverlust und die Häufigkeit des Erbrechens, die eine Behandlung in der Klinik notwendig machten. Die Aufklärungsarbeit zeigt erste Ergebnisse: Immerhin schon jede zweite Schwangere will 2011 ihr Neugeborenes gegen Rotaviren und den von ihnen verursachten Brechdurchfall impfen lassen, so die neue Studie. Im Jahr 2006 hatten laut der Studie nur rund 30 Prozent der Mütter diese Impfabsicht bekundet.

Besonders die Begleiterscheinungen einer Rotavirus-Infektion machen den Eltern große Sorgen. Rund 90 Prozent der Mütter haben regelrecht Angst um ihr Kind, rund 50 Prozent fühlen sich hilflos. Über 40 Prozent aller Eltern der erkrankten Kinder sind mental oder körperlich erschöpft. Denn die bis zu 20 Brechdurchfall-Attacken am Tag schwächen nicht nur die Kinder, sondern fordern auch von den betreuenden Eltern viel Aufmerksamkeit und Kraft.

Kenntnis über Schutz nimmt stetig zu

Zwar ist rund 92 Prozent der befragten Eltern der Begriff "Rotavirus" und die durch ihn ausgelöste Krankheit bekannt - doch wissen nur 79 Prozent aller Schwangeren und Eltern von Neugeborenen, dass es auch eine wirksame und von der Weltgesundheits-organisation WHO empfohlene Impfung gegen das hartnäckige, hoch ansteckende Rotavirus gibt. Dies ist zwar schon eine deutliche Steigerung gegenüber 2006, als gerade einmal 40 Prozent schon einmal etwas von Rotaviren gehört hatten. Nach wie vor ist jedoch auffällig, dass vor allem erstgebärende Schwangere noch deutliche Informationsdefizite zu vor allem durch Schmierinfektion verbreiteten Rotaviren haben. Hier ist es fast ein Viertel der Befragten, die den Begriff Rotavirus noch nicht kennen und nicht wissen, dass schon das gleiche Spielzeug in der Krabbelgruppe oder ein Besuch beim Babyschwimmen ausreichen können, um das Virus von Kind zu Kind zu übertragen. Mütter, die ihre Babys impfen lassen, geben genau diese häufigen Übertragungswege und den potenziell schweren Krankheitsverlauf als Gründe für den Impfschutz an.

Nur durch eine Schluckimpfung, bestehend aus zwei bzw. drei Dosen (je nach verwendetem Impfstoff) kann ein schwerer Krankheitsverlauf mit Klinikaufenthalt bei Säuglingen und Kleinkindern wirksam verhindert werden. Die Kosten für diese Impfung übernehmen häufig die Krankenkassen: 90 Prozent der Befragten gaben an, die Impfkosten von ihrer Kasse erstattet bekommen zu haben. Als Informationsquelle Nummer eins gilt für die Mütter nach wie vor in über 80 Prozent der Fälle der Kinderarzt. Aber auch das Gespräch mit anderen Müttern, Hebammen, Freundinnen oder die Eigenrecherche im Internet sind für die Eltern in Sachen Impfaufklärung wichtig.

Insgesamt wurden für die umfassende Studie, die im Februar 2011 vom Institut US Media durchgeführt wurde, deutschlandweit 1.000 Mütter mit Kindern im Alter bis zu 12 Monaten und 400 Schwangere befragt.

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