Pressemitteilung

Sind Drogisten die besseren Apotheker?

2011-04-14 16:15:06

Hildesheim (ots) - An der Realität vorbei: Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler fordert in seinem aktuellen Eckpunktepapier zur Neuregelung der Apothekenbetriebsordnung, dass sich Apotheker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren sollen. Beratungsintensive Gesundheitsprodukte wie Hygieneartikel oder Vital-Präparate für Senioren sollen aus dem Apothekensortiment verschwinden und Drogerien überlassen werden. easyApotheke mahnt, dass Kundenwünsche und Verbraucherrechte auf der Strecke bleiben.

Mit der von Rösler geforderten Reduktion des Sortiments im Freiwahlangebot von Apotheken bleibt der Verbraucher allein gelassen, wenn er etwa die - oftmals krankheitsvorbeugenden - Produkte künftig in einer Drogerie ohne Beratung kaufen muss. "Es ist, als ob man einem Optiker verbieten würde, Sonnenbrillen zu verkaufen", moniert Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender der easyApotheke (Holding) AG. "Das Vorgehen des Ministers widerspricht dem Wunsch der Verbraucher nach einer umfassenden Gesundheitsversorgung in der Apotheke. Stattdessen schiebt Herr Rösler die Menschen bei der wichtigen Gesundheitsprävention in die Drogerien ab."

Sollen Discountapotheken kaputt gemacht werden?

"Rößler fordert für Apotheken eine Konzentration auf das Kerngeschäft. Dazu zählt aber neben Arzneimittelversorgung im Krankheitsfall auch die Gesundheitsvorsorge. Und genau hierfür ist eine größtmögliche Freiwahl samt pharmazeutischer Fachberatung unerlässlich", sagt Blume. Das Geschäftskonzept der easyApotheken verbindet die kompetente Arzneimittelversorgung und Beratung einer klassischen Apotheke mit den Preisvorteilen und der großen Produktauswahl des Discounthandels. "Das Eckpunktepapier wirft die Frage auf, ob der Typus der Discountapotheke kaputt gemacht werden soll. Verlierer wäre dann wieder einmal der preisbewusste Verbraucher."

In easyApotheken machen die nicht apothekenexklusiven Produkte, die Rößler vor allem ein Dorn im Auge sind, nur einen Anteil von 5 bis 10 Prozent aus. "Die Vorstöße sollten der Realität von Kundenwünschen und Verbraucherrechten angepasst werden", fordert Blume ein. "Das Sortiment einzuschränken ist hierzu der falsche Weg, denn die Beratung wird doch nicht besser, wenn bestimmte Produkte von vorneherein ausgeschlossen sind." Das Eckpunktepapier aus dem Bundesministerium für Gesundheit wurde am heutigen Donnerstag den Gesundheitsausschüssen der Fraktionen vorgelegt.

Die derzeit gültige Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) stammt noch aus dem Jahr 1987 und regelt den Betrieb von öffentlichen Apotheken und Krankenhausapotheken. Sie definiert unter anderem die Position des Apothekenleiters und -personals, das angebotene Warensortiment und die Mindeststandards der Räumlichkeiten einer Apotheke.

Über easyApotheke

easyApotheke ist eine Marken-, System- und Discountapotheke, die sich mit Dauerniedrigpreisen, einem unverwechselbaren Erscheinungsbild sowie einem großflächigen Einzelhandelskonzept am Markt positioniert. Deutschlandweit gibt es derzeit 62 easyApotheken.

Pressekontakt:

Thorsten Simon
Oberhafenstraße 1
20097 Hamburg
Tel.: 040 - 303826-70
t.simon@schoenknecht-kommunikation.de

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easyApotheke (Holding) AG



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