Pressemitteilung

Deutschland braucht jede Fachkraft / bpa begrüßt den Kabinettsbeschluss zur besseren Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in der Pflege

2011-03-23 14:13:02

Berlin (ots) - Der Gesetzentwurf zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse ist heute im Kabinett verabschiedet worden. Er sieht einheitliche und transparente Kriterien für die Bewertung im Ausland erworbener Berufsqualifikationen vor. Der Entwurf gilt als ein Baustein zur Bewältigung des drohenden Fachkräftemangels in Deutschland. Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) begrüßt diesen Entwurf.

"Ich halte den vorgelegten Entwurf insgesamt für einen überzeugenden gesetzgeberischen Ansatz, die Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen zu verbessern und damit mehr Menschen mit diesen Abschlüssen in Deutschland zu integrieren", sagt Bernd Meurer. Der bpa-Präsident weist darauf hin, dass auch die dringend benötigte Zuwanderung neuer Fachkräfte damit erleichtert würde.

"Dieser Entwurf betrifft insbesondere die Pflegewirtschaft, die vor großen demographischen Herausforderungen und im weltweiten Wettbewerb um die besten Kranken- und Altenpflegefachkräfte steht. Uns fehlen derzeit schon zehntausende von ausgebildeten Fachkräften, deshalb bauen wir auf diese gesetzlichen Rahmenbedingungen. Wir brauchen diese Menschen dringend in Deutschland", so Meurer.

Darüber hinaus erscheint es dem bpa als problematisch, dass Abschlüsse aus Drittstaaten, die bereits in anderen EU-Mitgliedsstaaten anerkannt wurden, in Deutschland nochmals einer Prüfung auf Unterschiede unterliegen sollen. Zudem sollten nötige Praktika im Bereich der Krankenpflege im Rahmen von Anpassungslehrgängen auch in Pflegeeinrichtungen abgeleistet werden können.

"Mit dem Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz wird ein deutliches Signal an zuwanderungsbereite Fachkräfte wie auch an bereits in Deutschland lebende Menschen ausgesendet, dass sie hier einen adäquaten Arbeitsplatz einnehmen und sich auf diese Weise in die deutsche Gesellschaft integrieren können", so der bpa-Präsident.

Aufgrund des drängenden Fachkräfteproblems müssten nach Meinung des bpa auch einwanderungswillige Fachkräfte aus dem Ausland angesprochen werden, die bisher wegen der komplizierten Anerkennungsverfahren vor einer Einwanderung nach Deutschland abgeschreckt würden. Dies gelte insbesondere für solche Pflegekräfte, die bereits in anderen EU-Staaten als Fachkraft anerkannt sind und dort regulär arbeiten dürfen.

Der Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa) bildet mit mehr als 6.500 aktiven Mitgliedseinrichtungen die größte Interessenvertretung privater Anbieter sozialer Dienstleistungen in Deutschland. Einrichtungen der ambulanten und (teil-) stationären Pflege, der Behindertenhilfe und der Kinder- und Jugendhilfe in privater Trägerschaft sind im bpa organisiert.

Mit rund 3.100 ambulanten Pflegediensten, die ca. 150.000 Patienten Zuhause versorgen und 3.400 stationären Pflegeeinrichtungen mit etwa 222.000 Plätzen werden insgesamt über 370.000 pflegebedürftige Menschen von bpa-Mitgliedern betreut. Der bpa vertritt damit mehr als jede vierte Pflegeeinrichtung bundesweit. Die Mitglieder des bpa tragen die Verantwortung für rund 200.000 Arbeitsplätze und ca. 16.470 Ausbildungsplätze.

Für Rückfragen:

Herbert Mauel, Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60. 

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bpa - Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste e.V.



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