Pressemitteilung

Wenn Sekunden entscheiden: Defibrillatoren für Laien werden noch zu wenig genutzt / Plötzlicher Herztod ist häufige Todesursache / TÜV Rheinland Akademie bildet am Defibrillator aus

2011-03-15 10:00:00

Köln (ots) - Mehr als 60 000 Menschen starben im Jahr 2009 an einem Herzinfarkt in Deutschland, so das Statistische Bundesamt. Plötzlicher Herztod durch Herzinfarkt und Rhythmusstörungen gehören zu den häufigsten Todesursachen. Bei einem Infarkt oder Rhythmusstörungen wie Kammerflimmern pumpt das Herz kein Blut mehr in den Kreislauf. Das Gehirn wird nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt und ist bereits nach wenigen Sekunden geschädigt. "Bei Herzstillstand und Kammerflimmern ist eine schnelle Reaktion gefragt", warnt Dr. Ulrike Roth von TÜV Rheinland. "Immer häufiger sind in öffentlichen Gebäuden oder in Unternehmen zwar Laiendefibrillatoren zu finden, doch noch werden sie zu selten benutzt. Neben der Bereitstellung solcher Rettungsinstrumente müssen vor allem die Menschen im Umgang damit geschult werden", fordert die Arbeitsmedizinerin. Damit wird aber die klassische Ausbildung zum Ersthelfer nicht weniger wichtig, denn nur ein geschulter Ersthelfer mit regelmäßiger Aktualisierung seiner Kenntnisse ist in der Lage, den Überblick zu behalten und die Rettungskette möglichst schnell zu aktivieren.

Bei Verdacht auf Herzstillstand sollte ein Ersthelfer sofort den Rettungsdienst über die Nummer 112 alarmieren, ein weiterer parallel dazu sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung beginnen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes werden die Wiederbelebungsmaßnahmen kontinuierlich fortgesetzt. Die TÜV Rheinland Akademie in Neuwied bietet Trainings dieser Ersten Hilfe für Arztpraxen und Unternehmen an. Wenn eine Bank zum Beispiel einen Defibrillator installiert, schult die TÜV Rheinland Akademie parallel dazu die Mitarbeiter in der Handhabung des Geräts und im Basiswissen Erste Hilfe. Die TÜV Rheinland Akademie bildet zudem Rettungsassistenten und Lehrassistenten aus, wahlweise innerhalb einer Berufsausbildung oder in berufsbegleitenden Schulungen. Die zweijährige Berufsausbildung zum Rettungsassistenten ist für die meisten Teilnehmer die ideale Vorbereitung auf ihr Medizinstudium, die berufsbegleitende Schulung nicht nur für Mitarbeiter im medizinischen Dienst oder Soldaten der Bundeswehr interessant.

Um selbst immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben, arbeitet TÜV Rheinland eng mit der "American Heart Association" (AHA) zusammen. Die AHA ist seit 130 Jahren die führende Fachgesellschaft im Bereich Herznotfälle. Mit erfolgreich absolvierten Kursen weisen die Teilnehmer nach, dass sie im Bereich Reanimation und kardialer Notfall auf dem neuesten Stand der Notfallmedizin sind. An den Empfehlungen der Gesellschaft orientieren sich die Trainer von TÜV Rheinland und absolvieren ebenfalls regelmäßig entsprechende Weiterbildungen.

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