Pressemitteilung

Millionen von Krebsfällen vermeidbar - gesunder Lebensstil kann Leben retten

2011-02-04 09:01:54

Genf (ots/PRNewswire) - Am Weltkrebstag beweisen neue unabhängige Studien, dass der steigende globale Trend ungesunder Lebensweisen mit sitzenden Tätigkeiten jedes Jahr Millionen von Menschen einem unnötig hohen Krebsrisiko aussetzt.

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http://multivu.prnewswire.com/mnr/prne/worldcancerday/47592/

Den heute vom globalen Netzwerk des World Cancer Research Fund (WCRF) veröffentlichten neuen Schätzungen zufolge kann eine bewusste Umstellung der Lebensgewohnheiten wie die Beibehaltung eines gesunden Körpergewichts, einer gesunden Ernährung und einer regelmässigen körperlichen Bewegung in vielen Ländern das Risiko der häufigsten Krebsarten um bis zu einem Drittel senken.[1]

Diese Ergebnisse werden ausserdem von der neuen Publikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Global Recommendations on Physical Activity for Health (Umfassende Empfehlungen für die gesundheitsfördernde körperliche Betätigung) belegt.[2] Dieser wegweisende Bericht bekräftigt, dass eine regelmässige körperliche Bewegung zahlreiche Krankheiten wie Mamma- und Dickdarmkarzinome, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes verhindern kann. Der Bericht spricht für drei verschiedene Altersgruppen (5-17 Jahre, 18-64 Jahre und 65 Jahre und älter) konkrete Empfehlungen für ein gesundes Mass an körperlicher Bewegung aus.[2] Diese Empfehlungen sind insbesondere für Menschen in Ländern niedrigen und mittleren Einkommens hilfreich, in denen nur wenige nationale Richtlinien für die körperliche Bewegung existieren.

"Menschen aller Altersgruppen wird eine körperliche Betätigung empfohlen, um so die Gefahr gewisser Krebsarten und anderer, nicht übertragbarer Krankheiten zu senken", so Dr. Tim Armstrong von der WHO-Abteilung für chronische Krankheiten und Gesundheitsförderung. "Um ihren allgemeinen Gesundheitszustand zu verbessern und Krankheiten zu vermeiden, sollten sich Erwachsene mindestens 150 Minuten pro Woche mässig körperlich betätigen. Dies lässt sich beispielsweise mit einem 30-minütigen schnellen Gehen an fünf Wochentagen oder durch tägliches Fahrradfahren zur Arbeit erreichen."

Ausserdem wird immer wieder belegt, dass andere gesundheitsbewusste Verhaltensweisen wesentliche Faktoren bei der Senkung des Krebsrisikos sind: Rauchverzicht, Vermeiden des Passivrauchens, vorsichtiger Umgang mit Sonneneinstrahlung und Schutz vor krebserregenden Infektionen. Im Kampf gegen die globale Krebsepidemie appelliert die Union for International Cancer Control (UICC) an jeden Einzelnen von uns, selbst aktiv zu werden und die Welt-Krebsdeklaration - unter http://www.worldcancerday.org/signdeclaration zu unterschreiben.

Mit jeder Unterschrift unterstützt die Deklaration die Weltkrebs-Organisation UICC bei ihren Bemühungen, Politiker und Regierungen in aller Welt zu animieren, auf dem gesundheitspolitischen UN-Gipfel zum Thema "nicht übertragbare Krankheiten" im September 2011 realistische und realisierbare Richtlinien zur Prävention von Krebs aufzustellen. Seit 1947 hat nur eine Sondersitzung der UN-Generalversammlung zum Thema Gesundheit stattgefunden, sodass die Ankündigung des Gipfels 2011 ein beispielloser Schritt im Kampf gegen Krebs ist.

Dr. Eduardo Cazap, Präsident der UICC, dazu: "Folgen Sie unserem Aufruf und unterstützen Sie den Weltkrebstag mit Ihrer Unterschrift auf der Welt-Krebsdeklaration, damit wir unser Ziel erreichen - eine Million Unterschriften für eine Welt ohne Krebs. Wenn die Menschen, Regierungen und Politiker aus aller Welt zusammenarbeiten, gelingt es uns, die globale Last "Krebs" jetzt und für künftige Generationen erträglicher zu machen."

Hintergrundinformationen

Über Krebs

Krebs ist eine der häufigsten Todesursachen weltweit mit steigender Tendenz. Etwa 12,7 Millionen Menschen erhalten jährlich die Diagnose "Krebs", und 7,6 Millionen sterben an den Folgen dieser Krankheit. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass 30-40 % aller krebsbedingten Todesfälle verhindert werden können[3], und dass bei einem Drittel aller Patienten durch eine frühzeitige Diagnose und Behandlung echte Heilungschancen bestehen.

Heute kennt man rund 200 verschiedene Krebsarten.[4] Krebs ist wie viele andere Krankheiten auch eine multifaktorielle Erkrankung, d. h. sie entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener auslösender Faktoren. Allerdings können gewisse, grösstenteils kontrollierbare oder vermeidbare Lebensgewohnheiten und äussere Faktoren Krebs auslösen. Zusatzinformationen über gesundheitsfördernde Initiativen erhalten Sie unter: http://www.worldcancerday.org/prevention

Über UICC

Die Union for International Cancer Control (dt.: Internationale Vereinigung gegen Krebs, UICC) ist die führende internationale Nicht-Regierungs-Organisation, die sich der globalen Prävention und Behandlung von Krebserkrankungen widmet. Das Ziel der UICC ist die Eindämmung aller lebensbedrohlichen Krebserkrankungen für künftige Generationen. Die 1933 gegründete Organisation vereint 400 Mitgliedsorganisationen in 120 Ländern weltweit, die sich speziell dem Kampf gegen Krebs widmen. Die UICC ist eine gemeinnützige, politisch unabhängige und konfessionsfreie Organisation. Ihr Sitz ist in Genf in der Schweiz. Zusatzinformationen erhalten Sie unter http://www.uicc.org oder folgen Sie uns auf Facebook: http://www.facebook.com/pages/Cancer-Free-World/134386073255136.

Über die Welt-Krebsdeklaration

Mit der Welt-Krebsdeklaration soll die Aufmerksamkeit von Regierungen und Gesundheitspolitikern auf die wachsende Krebsepidemie gelenkt werden, um die globale Last "Krebs" bis 2020 erheblich zu senken. Sie stellt einen Konsens zwischen Regierungsvertretern, Sachverständigen für die öffentliche Gesundheit und Verfechtern der Krankheit aus aller Welt dar mit dem erklärten Ziel, Krebs für künftige Generationen als lebensbedrohliche Krankheit einzudämmen.

Die Deklaration benennt elf grundlegende Ziele, die bis 2020 erreicht werden sollen, u. a.: Die signifikante Reduzierung von Tabak- und Alkoholkonsum weltweit und Übergewicht sowie umfassende Programme zur Impfung gegen Hepatitis B und HPV (humane Papillomviren) als Prävention gegen Leber- und Gebärmutterhalskrebs, die allgemeine Verfügbarkeit effektiver Schmerzmittel und die Ausräumung von Gerüchten und irrigen Meinungen über Krebs. Als Verwalter der Deklaration appelliert die UICC zu dringenden Massnahmen, um die in der Deklaration verankerten Ziele auf lokaler und nationaler Ebene zu erreichen, und animiert zu einer möglichst flächendeckenden Reaktion rund um den Globus. Zusatzinformationen erhalten Sie unter: http://www.uicc.org/declaration

Über das UN-Gipfeltreffen zum Thema "nicht übertragbare Krankheiten"

Im Mai 2010 hat die UN-Generalversammlung einstimmig eine Resolution zur Prävention und Kontrolle von nicht übertragbaren Krankheiten (NCD) verabschiedet, in der sie einen UN-Gipfel zum Thema "nicht übertragbare Krankheiten" vom 19.-20. September 2011 in New York einberuft. Der Gipfel wird sich mit der Prävention und Kontrolle von Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Atemwegserkrankungen und Diabetes befassen, die zusammen 60 % (35 Millionen) der jährlichen Todesfälle weltweit bedingen. Das Problem ist mit 80 % (28 Millionen) in Ländern niedrigen und mittleren Einkommens besonders gross, wodurch nicht übertragbare Krankheiten eine gravierende Gefahr für die globale Entwicklung und das Wirtschaftswachstum darstellen. Zusatzinformationen über den UN-Gipfel zum Thema "nicht übertragbare Krankheiten" erhalten Sie unter: http://www.ncdalliance.org

Literaturhinweise

[1] WCRF/AICR Schätzungen zur Prävention: Aktualisierung der Schätzungen laut Bericht zur Gesundheitspolitik 2009. 2011, World Cancer Research Fund.

[2] WHO. Recommendations on Physical Activity for Health (Empfehlungen für die gesundheitsfördernde körperliche Betätigung).

[3] WHO, 2007: "The World Health Organization's Fight Against Cancer" (Der Kampf der Weltgesundheitsorganisation gegen Krebs). Erhältlich unter: http://www.who.int/cancer/publicat/WHOCancerBrochur e2007.FINALweb.pdf. Letzte Aktualisierung: Jan. 2011.

[4] Cancer Research UK. Erhältlich unter: http://info.cancerresearchuk.org/healthyliving/smokingandtobacco/. Letzte Aktualisierung: Jan. 2011.

Pressekontakt:

CONTACT:  Wenn Sie an Zusatzinformationen interessiert sind, wenden 
Siesich bitte an: UICC Pressearbeit, Leah Peyton,
E-Mail:leah.peyton@toniclc.com , Tel: +44-207-798-9923 /
+44-7788-191-434

Permalink:


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International Union Against Cancer (UICC)



Weiterführende Informationen

http://www.uicc.org/


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