Pressemitteilung

Bei Medikamenteneinnahme: Im Zweifelsfall Finger weg vom Steuer / TÜV Rheinland: Einschränkung der Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr durch scheinbar harmlose Erkältungsarznei

2011-01-21 10:00:00

Köln (ots) - Der Hals kratzt, die Nase läuft, der Kopf brummt: Winterzeit ist Erkältungszeit. Doch anstatt den Infekt mit etwas Geduld und heißem Tee zuhause auszukurieren, greifen viele Berufstätige schnell zu Medikamenten, um die Symptome im Eilverfahren wieder loszuwerden. "Auch scheinbar harmlose Präparate wie Hustensaft oder Nasentropfen können das Reaktionsvermögen beeinträchtigen", erklärt Dr. Ulrike Roth, leitende Arbeitsmedizinerin bei TÜV Rheinland. Das ist vor allem im Straßenverkehr gefährlich: "Gerade am Steuer kann die schnelle Reaktionsfähigkeit lebensnotwendig sein", betont die Expertin. Einige der Wirkstoffe, die in Kombi-Präparaten gegen Erkältung enthalten sind, machen beispielsweise müde oder können Kreislaufprobleme verursachen. Codein, der Wirkstoff einiger Hustenstiller, beeinträchtigt die Fähigkeit der Augen, sich auf wechselnde Lichtverhältnisse einzustellen. Im Dunkeln kann das problematisch werden. Wer also auf die Hausapotheke zurückgreift, sollte immer auch einen Blick in die Packungsbeilage werfen. Noch sicherer ist es, sich beim Arzt oder Apotheker zu informieren.

Besonders kritisch ist die Einnahme mehrerer Präparate gleichzeitig, weil die Wechselwirkungen der verschiedenen Wirkstoffe nicht abzuschätzen sind. Auch die Kombination mit Alkohol kann zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Wer unter dem Einfluss von Medikamenten einen Verkehrsunfall verursacht, verliert den Versicherungsschutz und muss sich auf Bußgelder und den Verlust des Führerscheins gefasst machen. "Deshalb sollte, wer unsicher ist, lieber das Auto stehen lassen", rät die Medizinerin.

Auch eine Grippeimpfung kann zu vorübergehenden Beeinträchtigungen führen, weil der Impfstoff einige Symptome in abgeschwächter Form hervorrufen kann. Vorsicht ist zudem nach dem Zahnarztbesuch angebracht: Nach einer lokalen Betäubung sollte man sich erst nach Ablauf von 24 Stunden wieder hinters Steuer setzen. Und wer Schlaf- und Beruhigungsmittel oder Psychopharmaka einnimmt, muss ganz besonders aufmerksam sein und sollte sich beim Arzt eingehend beraten lassen. Auch bei allen anderen Medikamenten kann es gerade zu Beginn der Einnahme passieren, dass der Körper starke - und manchmal unerwünschte - Reaktionen zeigt.

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