Pressemitteilung

Keine Winterpause beim Zeckenschutz / Zecken scheren sich nicht um Jahreszeiten. "Wohlige" sieben Grad Celsius Plus reichen aus, um die Lebensgeister dieser blutsaugenden Spinnentiere zu wecken (mit Bild)

2011-01-20 09:20:00

Bonn (ots) - Experten raten deshalb, schon sehr zeitig im Frühling mit dem Zeckenschutz bei Hund und Katze zu beginnen oder diesen sogar das ganze Jahr über durchzuführen. Denn Zecken können schwere Krankheiten nicht nur auf Hund und Katze, sondern auch auf den Tierhalter übertragen. Einmal Schmusen mit dem vierbeinigen Liebling - und schon besteht die Möglichkeit, dass die Zecke ihren Wirt wechselt und den Menschen sticht. Zecken abwehrende und abtötende Maßnahmen sind daher dringend erforderlich.

In Deutschland ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) die gefährlichste, durch den gemeinen Holzbock übertragene Infektion. In Deutschland sind besonders Bayern und Baden-Württemberg, aber auch einige Regionen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen betroffen. Für Einwohner von Risikogebieten ist die Impfung in jedem Fall empfehlenswert. Ein Impfstoff für Tiere steht jedoch nicht zur Verfügung.

Borreliose ist die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung beim Menschen. Experten sprechen inzwischen von 60.000 bis zu 100.000 jährlichen Erkrankungen. Bei Hunden und Katzen verläuft die Borreliose meist ohne ernsthafte Symptome. Allerdings kann der Hund an einer schmerzhaften Arthritis erkranken. Bei besonders gefährdeten Hunden ist deshalb eine Borreliose-Impfung empfehlenswert. Für Katzen und auch Menschen gibt es diesen Schutz nicht. Infiziert sich ein Mensch, ist es wichtig, bereits im sehr frühen Stadium mit Antibiotika zu behandeln.

Eine neue Gefahr droht durch die Auwaldzecke. Neben der für Hunde gefährlichen Babesiose, auch als Hundemalaria bekannt, kann sie auf den Menschen das Fleckfieber übertragen. Sehr selten und meist nur in den Sommermonaten tritt in Deutschland die Anaplasmose auf. Ein besonderes Risiko geht von Zecken aus, die aus einem südlichen Urlaubsland als unerwünschtes Souvenir mitgebracht werden.

Pressekontakt:

Bundesverband für Tiergesundheit e.V., Dr. Martin Schneidereit, Tel. 
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