Pressemitteilung

Kosten und Zusatzleistungen für einen Heimplatz

2011-01-13 12:09:52

Bonn (ots) - Die Kosten für einen stationären Heimplatz weichen je nach Einrichtung teilweise erheblich voneinander ab. Allerdings sollte die Entscheidung für ein bestimmtes Heim nicht allein unter finanziellen Aspekten fallen, sagt das Expertenportal www.vnr.de. Eine Heimunterbringung ohne Pflegestufe sei sehr selten und bedürfe einer Bescheinigung zur Heimpflegebedürftigkeit durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK). Hinsichtlich der Kosten sollte laut Experten so kalkuliert werden, dass der Gesamtaufwand nicht deutlich höher liegt als bei einer ambulanten Betreuungsform.

Laut Experten des Portals vnr.de setzen sich die monatlichen Gesamtkosten für einen Heimplatz zusammen aus Investitionskosten, Kosten für Unterkunft und Verpflegung und Pflegekosten. Renovierte oder neu gebaute Einrichtungen hätten in der Regel einen höheren Investitionskostenanteil, der mit den Jahren immer geringer wird und sich also auch auf die Gesamtkosten mildernd auswirkt. Je nach Pflegestufe und der angenommenen Gesamtkosten zwischen 1.800 Euro und 3.500 Euro kann der zu tragende Eigenanteil zwischen 1.427 Euro und 1.840 Euro liegen. Sollten Sie in Pflegestufe 3 eingestuft sein, lohne sich die Prüfung, ob die Voraussetzungen für einen Härtefall vorliegen, da sich dadurch in vielen Heimen der Eigenanteil reduziert. Dies sei häufiger der Fall als oft angenommen wird.

Zur Finanzierung der Heimentgelte werden laut Experten die Ansprüche aus Renten und Pensionen sowie sonstige laufende Einkünfte wie zum Beispiel Miet- und Zinseinnahmen einbezogen. Ist damit das Heimentgelt noch nicht abgedeckt, kann ein Antrag auf Hilfe zur Pflege beim örtlichen Träger der Sozialhilfe gestellt werden. Dazu wird das Vermögen des Heimbewohners herangezogen und bis auf einen Freibetrag den Sozialhilfeleistungen angerechnet. Eine differenzierte Nachfrage hinsichtlich der Freibeträge bei Beratungsstellen von sozialen Diensten kann durchaus eine Entscheidungshilfe sein, um zu prüfen, inwieweit tatsächlich Gehälter und Vermögen von Angehörigen mit herangezogen werden.

Manche Heime bieten gezielte Zusatzleistungen an. Auch hier lohnt sich laut vnr.de der Vergleich: Bieten unterschiedliche Träger vielleicht kostenpflichtig Dinge an, die bei anderen enthalten sind? Aber auch: Bietet die Einrichtung durchaus sinnvolle Zusatzleistungen an?

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