Pressemitteilung

Arbeitsmedizin: Lärm in der Produktion an der Quelle bekämpfen / TÜV Rheinland: Dämmung an Maschinen und Räumen verringert Lärm / Verlagerung der Arbeit bringt mehr Ruhe

2011-01-07 10:00:00

Köln (ots) - Fünf Millionen Menschen arbeiten in Deutschland unter der Einwirkung von Lärm und Vibrationen, die die Gesundheit schädigen, stellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) fest. Schwerhörigkeit gehört zu den häufigsten Berufskrankheiten. So kann ein hoher Geräuschpegel kann zu Ablenkung und damit zu Unfällen führen. Gesundheitsschädigender Lärm beginnt bei einem Schallpegel von 85 Dezibel. Das entspricht einer Bohrmaschine, die sich direkt neben dem Kopf in die Wand frisst.

Dr. Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin von TÜV Rheinland, empfiehlt, den Lärm an der Quelle zu bekämpfen: "Die Unternehmen sollten nach dem TOP-Prinzip vorgehen, der Grundregel für Maßnahmen im Arbeits- und Gesundheitsschutz: TOP steht für technisch, organisatorisch, persönlich." Gefährdungen sollten erst durch technische Maßnahmen reduziert werden, das bedeutet: Das Unternehmen nimmt Veränderungen vor, die den Lärm etwa durch Schutzwände oder Dämmungen begrenzen. Sind diese Möglichkeiten ausgereizt, sollte das Unternehmen organisatorische Abläufe verändern: Der Betrieb verlegt die Arbeit in einen anderen, ruhigeren Raum oder bringt Maschinen und Geräte in einer separaten Halle unter. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Mitarbeiter täglich nur so lange im Lärmbereich arbeiten zu lassen, dass der Lärmpegel, dem sie ausgesetzt sind, die kritischen Grenzen nicht überschreitet. Sind die technischen und organisatorischen Möglichkeiten ausgereizt und besteht immer noch eine Gefährdung, hat der Unternehmer persönliche Schutzausrüstung zur Verfügung zu stellen, im Falle von Lärm geeigneten Gehörschutz.

Unternehmen sind verpflichtet, Arbeitsplätze bereitzustellen, die die Gesundheit nicht gefährden. Hierbei können Fachleute helfen. TÜV Rheinland berät Arbeitgeber in der Gestaltung der Arbeitsplätze, prüft Lärm und Vibrationen auf die Einhaltung der Grenzwerte. Darüber hinaus bietet TÜV Rheinland regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen für die Mitarbeiter an und gibt Tipps, welcher Gehörschutz zu dem Mitarbeiter und seinem Arbeitsplatz passt.

Ihr Ansprechpartner für redaktionelle Fragen:

Jörg Meyer zu Altenschildesche, Presse, Tel.: 0221/806-2255
Die aktuellen Presseinformationen erhalten Sie auch per E-Mail über
presse@de.tuv.com sowie im Internet: www.tuv.com/presse

Permalink:


http://www.presseportal.de/pm/31385/1744667

TÜV Rheinland AG



Weiterführende Informationen

http://www.tuv.com/presse


Das Presseportal ist ein Service von news aktuell und die Datenbank für Presseinformationen im deutschsprachigen Raum.
www.presseportal.de
Infobox anzeigen/verbergen


Alle Pressemitteilungen