Pressemitteilung

Hausnotruf bleibt oft ungenutzt Experte mahnt, mehr die Betroffenen als die Angehörigen vom Nutzen zu überzeugen

2011-01-03 08:45:00

Baierbrunn (ots) - +++ Achtung! Korrigierte Fassung der Meldung vom 03.01.2011, 8.00h +++ Wer zu Hause einen Notrufmelder trägt, setzt ihn im Ernstfall nur selten ein, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" über eine Studie des Altersforschers Dr. Klaus Pfeiffer. "83 Prozent derjenigen, die gestürzt waren, haben keinen Notruf abgesetzt", sagt der Experte vom Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus. Die Betroffenen versuchten oft, ihre Probleme allein zu lösen und sorgten sich, dass ein Alarm zur Klinikeinweisung führt. Pfeiffer erklärt sich die geringe Nutzung auch mit dem Umstand, dass der Notruf meist auf Initiative der Angehörigen ins Haus kommt und nicht auf Wunsch der Betroffenen. Auch die Anbieter der Notrufe sieht er in der Pflicht. Sie sollten mit den Kunden und deren Angehörigen das Verhalten in Notfällen konkret durchspielen. "Zum Teil wird mit Fotos von hilflos wirkenden Menschen und Sanitätern im Wohnzimmer für den Hausnotruf geworben", klagt Pfeiffer. "Das verstärkt eher die Vorbehalte."

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Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 1/2011 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

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