POL-GOE: (358/2009) Friedlich Demonstrationen in Friedland - Polizei Göttingen mit Einsatzverlauf zufrieden

Göttingen (ots) - Friedland, Heimkehrerstraße und Hinter dem Hagen Samstag, 9. Mai 2009, ab 10.00 Uhr

            FRIEDLAND (jk) - Friedlich und ohne Zwischenfälle sind am
Samstag (09.05.09) zwei in Friedland angemeldete Demonstrationen des
"Friedländer Bündnisses gegen Rechts" und von Angehörigen der Linken
Szene aus Göttingen gegen den zwischenzeitlich verbotenen
"Deutsch-Russischen-Friedenmarsch" verlaufen.

    "Es war ein guter, friedlicher Tag", bilanziert Polizeipräsident Hans Wargel. Auch Gesamteinsatzleiter Thomas Rath zog eine durchweg positive Bilanz und zeigte sich mit dem Einsatzverlauf sehr zufrieden. "Der Ablauf heute zeigt, dass Demonstrationen gegen Rechts auch gewaltfrei ablaufen können und dennoch nichts von ihrer Symbolik verlieren", so Rath abschließend.

    Der Landkreis Göttingen hatte den umstrittenen "Friedensmarsch", zu dem nach hiesigen Erkenntnissen auch eine große Anzahl von Rechtsextremisten anreisen wollten, am 23.04.09 verboten. Auf Nachfrage erklärte der Anmelder wenige Tage vor der geplanten Veranstaltung gegenüber der Polizei in einem Telefonat, dass der Aufzug nicht stattfinden werde und keine Versammlungsteilnehmer nach Friedland kommen würden (siehe unsere Pressemitteilung Nr. 350 vom 06.05.09). Diese Ankündigung sollte sich am Samstag bewahrheiten. Von der Polizei, die  mit einem Großaufgebot im Einsatz war, wurden keine Rechtsextremisten in Friedland und Umgebung festgestellt.

    Die aus  rund 200 Angehörigen der linksextremistischen Szene bestehende Gegendemonstration setzte sich unter dem Motto "Kein Frieden mit Deutschland und seinen Nazis! Kein Nazi-Aufmarsch in Friedland oder sonst wo !" nach einer kurzen Auftaktkundgebung am Friedländer Bahnhof gegen 10.30 Uhr in Bewegung. Es wurden ein Lautsprecherwagen und themenbezogene Transparente mitgeführt.

    Um 10:45 Uhr erreichte der Aufzug den vom LK Göttingen am 07.05.09 bestimmten Kundgebungsplatz in der Heimkehrerstraße, wo eine Zwischenkundgebung mit zwei Redebeiträgen in deutscher und russischer Sprache abgehalten wurde. Anschließend machte sich der Demonstrationszug wieder zurück auf den Weg zum Bahnhof. Nach der Abschlusskundgebung erklärte der Veranstalter die Versammlung offiziell für beendet und die Demonstrationsteilnehmer machten sich in Kleingruppen mit dem Fahrrad oder der Bahn auf den Rückweg nach Göttingen.

    An der von Samtgemeindebürgermeister Andreas Friedrich organisierten Gegendemonstration des "Friedländer Bündnisses gegen Rechts" auf dem sog. "Eselsplatz" unterhalb des Mahnmahls beteiligten sich ca. 300 Menschen, unter ihnen viele Friedländer Bürgerinnen und Bürger, aber auch politische Prominenz. Die Veranstaltung startete gegen 11.00  und endete nach diversen themenbezogenen Redebeiträgen ohne polizeilich relevante Zwischenfälle gegen 13.00 Uhr.


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