BPOLD FRA: Dominikanischer Schleuser zu 2 Jahren Haft verurteilt

Frankfurt/Main (ots) - Das Gericht sah es in seiner Verhandlung am 10.01.2012 als erwiesen an, dass der 58-jährige Textilhändler aus Santo Domingo, insgesamt 10 Landsleute mit verfälschten Visa, zu je 5000 EUR, über den Flughafen Frankfurt/Main nach Spanien einschleuste. In Spanien sollten die Opfer dann unerlaubt arbeiten oder vereinzelt auch der Prostitution nachgehen. Das Gericht war davon überzeugt, dass der Verurteilte mit den Schleusungen seinen Lebensunterhalt finanzierte, was sich ebenso strafschärfend auswirkte wie die Tatsache, dass er einem Opfer auch noch 1.280 US Dollar Falschgeld zum Wechselkurs echter Dollarnoten verkaufte, sodass auch keine Bewährung in Frage kam. Die polizeilichen Ermittlungen in diesem Fall, welche durch die Bundespolizeidirektion Flughafen Frankfurt/Main geführt wurden, dauerten bereits seit Mai 2011 an und erreichten, durch die Festnahme des Schleusers in Griechenland und seine Auslieferung nach Deutschland, ihren Höhepunkt. Der Fall zeigt, dass die Einschleusung von Ausländern, wie sie von der Bundespolizei schwerpunktmäßig bekämpft wird, international, organisiert und kein Kavaliersdelikt ist.

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