BPOLP Potsdam: Auffällige Briefsendungen: Einsatz im Bundespolizeipräsidium Potsdam

Potsdam (ots) - Es war keine Übung, als heute in der Heinrich-Mann-Allee ein durch das Bundespolizeipräsidium genutzte Gebäude geräumt und abgesperrt wurde. Hintergrund des polizeilichen Einsatzes waren zwei auffällige Briefsendungen, die am 6. Juli 2011 in der Poststelle des Bundespolizeipräsidiums eingegangen waren.

Nach Inaugenscheinnahme der Briefsendungen bestand der Verdacht von unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV). So werden selbstgebaute Gegenstände bezeichnet, die geeignet sind, Explosionen oder Brände zu verursachen. Für die weitere Untersuchung forderte die Bundespolizei eigene Entschärfer von einem Berliner Flughafen an. Diese haben gegen 13:00 Uhr mit der weiteren Untersuchung der verdächtigen Briefsendungen begonnen.

Zuvor hatte die Bundespolizei die in einem Umkreis von ca. 150 Meter befindlichen Gebäude in der Heinrich-Mann-Allee 103 evakuiert und abgesperrt. Neben der Bundespolizeipräsidium war auch das angrenzend untergebrachte Brandenburger Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz betroffen. Gegen 15:00 Uhr konnten alle Mitarbeiter wieder an ihre Arbeitsplätze zurückkehren, da die Entschärfer den USBV-Verdacht nicht bestätigen konnten. Bei dem Inhalt der Briefsendungen handelte es sich unter anderem um alte Zeitungen.

An den polizeilichen Maßnahmen waren zeitweise 30 Bundespolizisten beteiligt. Das schnelle Erkennen der auffälligen Briefsendungen sowie die darauf folgende besonnene Abarbeitung der Lage in Abstimmung mit der Polizei des Landes Brandenburg hat gezeigt, dass die Bundespolizei auf derartige Situationen gut vorbereitet ist.

Die Polizei des Landes Brandenburg hat zuständigkeitshalber die weitere Bearbeitung übernommen.

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