BPOLP Potsdam: Bundespolizei stoppt zwölf Iraner mit falschen Papieren bereits in der Türkei

Potsdam (ots) - Als zwölf Personen mit iranischen Pässen und deutschen Niederlassungserlaubnissen in der vergangenen Nacht auf dem türkischen Flughafen Konya nach Amsterdam einchecken wollten, wurden die Mitarbeiter der Fluglinie misstrauisch. Erst kürzlich hatte sie ein Beamter der deutschen Bundespolizei geschult. Der Experte hatte ihnen beigebracht, wie sie manipulierte Reise- und Aufenthaltspapiere erkennen können. Die Mitarbeiter der Airline schöpften bei der zwölfköpfigen Gruppe Verdacht und informierten ihren deutschen Ausbilder. Der Bundespolizist überprüfte die Seriennummern der Papiere und stellte fest, dass es sich bei den eingeklebten Niederlassungserlaubnissen um Blanko-Dokumente handelt, die vor zwei Jahren in Deutschland gestohlen worden waren. Die zwölf vermutlich iranischen Staatsangehörigen wurden von den türkischen Behörden festgenommen, die auch die weiteren Ermittlungen übernahmen. Der Bundespolizeibeamte gehört zu den so genannten Dokumenten- und Visumberatern (DVB). Sie arbeiten weltweit in den Entstehungs- und Transitländern irregulärer Migration und sind Teil der Vorverlagerungsstrategie, die irreguläre Migration nach Europa bereits dort unterbindet, wo sie entsteht. Die DVB werden etwa an Flughäfen eingesetzt und unterstützen die dortigen Grenzpolizeien und Fluggesellschaften beim Erkennen von Urkunden- und Visumfälschungen. Im Jahr 2010 verhinderten die Beamten der Bundespolizei dadurch über 14.000 unerlaubte Einreisen nach Deutschland bereits in den Herkunftsstaaten.

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