BDK: Cyberangriff auf Patras-Server
Berlin (ots) - Bekämpfung der Cyberkriminalität muss professionell weiter entwickelt werden
"Es ist schon ein mulmiges Gefühl, dass sich ein 23 jähriger "Hacker" aller Wahrscheinlichkeit nach mit relativ wenig Aufwand Zugriff auf einen Behördenserver verschaffen konnte ", kommentiert der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen den Hackerangriff auf den Patras-Server in Nordrhein-Westfalen.
"Anderseits dürfen wir von diesem Handeln nicht überrascht sein. Den Sicherheitsbehörden liegen umfangreiche Informationen und Analysen vor, dass sich das Internet zum stärksten Betätigungsfeld von Kriminalität aller nur denkbaren Spielarten entwickeln wird", ist die Einschätzung des BDK-Bundesvorsitzenden Klaus Jansen.
"Die Informationen über einen angekündigten Angriff auf deutsche Behörden-Server waren bis gestern ca. 1 Woche lang über einen russischen Server abrufbar. Die Frage ist, ob das neu gegründete NCAZ hier tätig werden konnte", fordert der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen schnellere Reaktionszeiten in der Bekämpfung von Cyberkriminalität ein.
Die Ermittlungen der qualifizierten Ermittler des LKA Nordrhein-Westfalen führten letztlich zur Festnahme des Hackers.
"Leider gibt es bei den Kripo-Dienststellen im Bund und den Ländern noch zu wenig qualifiziert ausgebildete Kolleginnen und Kollegen zur professionellen Bekämpfung von Cyberkriminalität. Wie schnell die personellen Kapazitäten der Spezialdienststellen an ihre Grenzen geraten haben wir zuletzt bei den Ermittlungen zur Ergreifung der sog. Sauerland-Gruppe festgestellt, die Bombenanschläge in der Bundesrepublik begehen wollten", fordert der BDK-Bundesvorsitzende mehr personelle Investitionen in diesem kriminalpolizeilichen Aufgabenfeld.
"Die Sondersitzungen des AK II und der Innen-Staatssekretäre der vergangenen Tage zeigen, dass die Bedrohlichkeit eines Cyberangriffs auf Behörden-Infrastruktur in der Politik und den Führungsebenen der Sicherheitsbehörden angekommen ist", hofft der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen auf qualifizierte Weiterentwicklung in Bekämpfung von Cyberkriminalität.
Rückfragen bitte an: Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) Pressesprecher Bernd Carstensen Telefon: 0700 235 10 000 E-Mail: presse@bdk.de http://www.bdk.de/

