BDK: Kripo Hamburg rüstet sich für das neue Jahrzehnt
Cybercrime-Dienststelle im LKA Hamburg eingerichtet

    Hamburg (ots) - Es gibt kaum noch Kriminalitätsbereiche in denen Täter ohne Internet agieren. Politik und Polizeiführung wissen um das dringende Erfordernis der speziellen Bekämpfung der Kriminalität rund um Computer und Internet und entwickeln aktuell Bekämpfungsstrategien für diese Kriminalitätsfelder.

    "Die Einrichtung von Onlinewachen als bessere elektronische Formularschränke ist jedenfalls nicht die Lösung. Sie täuschen allenfalls Sicherheit vor", erklärt der stellv. BDK-Bundesvorsitzende André Schulz, der zugleich stellv. Landesvorsitzender des BDK-Landesverbandes Hamburg ist.

    Die Kriminalpolizei benötigt für eine wirksame Strafverfolgung und Gefahrenabwehr insbesondere im Internet das erforderliche Know-how und Personal sowie die notwendige Technik.

    "Internetrecherchen sind aus der kriminalpolizeilichen Sachbearbeitung zwischenzeitlich nicht mehr wegzudenken", erläutert der stellv. Bundesvorsitzende Andre Schulz den kriminalpolizeilichen Ermittlungsalltag.

    Der Hamburger Innensenator Christoph Ahlhaus weis, nicht zuletzt aufgrund seiner Teilnahme an der BDK-Veranstaltung im September 2009 im Steigenberger Hotel zum Thema "Tatort Internet", um die Bedeutung der Themenfelder IT-Sicherheit und Kriminalitätsbekämpfung im Internet.

    Auch der Hamburger Polizeipräsident Werner Jantosch hat die Zeichen der Zeit erkannt und gegenüber dem BDK zugesichert, dass alle Arbeitsplatz-PC der Kripo bis spätestens Sommer 2010 Internet fähig sind.

    Mit dem neuen LKA 54 ist jetzt die angekündigte Cybercrime-Dienststelle in Hamburg eingerichtet.

    "Der Leiter des LKA ist nun gefordert, zeitnah die Anforderungen und Bedarfe für das Thema "Cybercrime" zu definieren und schnellstmöglich die neue Dienststelle aber auch alle anderen kriminalpolizeilichen Bereiche, die sich mit diesem Thema befassen, arbeitsfähig zu machen", so der stellv. BDK-Bundesvorsitzende Andre Schulz.

    Allein wird die Polizei allerdings wenig ausrichten können. Hier bedarf es der Optimierung des nationalen und internationalen Informationsaustausches der Polizei- und Justizbehörden sowie des Aufbaus von sogenannten PPP (Public Privat Partnership) mit externen Partnern aus dem Sicherheitsbereich, der Internet-Wirtschaft, Instituten, Organisationen, Verbänden und Vereinen.

    Gerade die Anbieter und Entwickler von Internetdienstleistungen sind gefordert, denn deren Dienstleistungen und Produkte müssen verstärkt an bestehenden Sicherheitsanforderungen ausgerichtet werden.

    "Der BDK schaut mit Spannung auf das aktuelle Jahr, in dem Senator Christoph Ahlhaus den Vorsitz in der Innenministerkonferenz (IMK) hat. Der BDK wird ihm als kompetenter Berater in allen Fragen der Kriminalitätsbekämpfung gerne zur Verfügung stehen", erwartet der stellv. Bundesvorsitzende André Schulz bundesweite Anstrengungen in der Verbesserung der Kriminalitätsbekämpfung rund um Internet und elektronischer Kommunikation.


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