BPOL-H: Schalker Fußball-Fan von Dortmunder Fans angegriffen- Vier verletzte Bundespolizisten nach Auseinandersetzungen mit Babelsberger Fans Hannover Hauptbahnhof am 26.11.2011 gegen 08:30 Uhr und 17:30 Uhr
Hannover (ots) - Dortmunder und Schalker Fußballanhänger sind am frühen Vormittag aneinander geraten. An Gleis 2 stürmten die ca. 20 Dortmunder unvermittelt auf die 10 Schalker zu und griffen an. Im Verlauf dieser Auseinandersetzung ging einer der Schalker nach einem Kopfschlag zu Boden. Noch in der S-Bahn konnte der Täter identifiziert werden. Seine Gruppe stieg daraufhin wieder aus der S-Bahn aus und wollte vor der Wache der Bundespolizei auf ihren Kumpan warten. Unterdessen konnte die Bundespolizei Videoaufzeichnungen auswerten und weitere Tatverdächtige ausmachen. Eine Fahndung im Bahnhofsumfeld mit Unterstützungskräften aus dem Castor-Einsatz führte zur Festnahme von zwei weiteren Tätern, die eigentlich nach dem Spiel wieder nach Hause reisen wollten.
Zu weiteren Körperverletzungen kam es am frühen Abend. Hier hatten Einige aus einer ca. 55 Personen starken Babelsberger Gruppe einen friedlichen Hannover 96 Anhänger geschlagen. Er hatte offenbar zu diesem Zeitpunkt den falschen Schal getragen... Die einschreitenden Beamten der Bundespolizei gingen dazwischen. Sie trennten die Kontrahenten unter Androhung von Schlagstock und Pfefferspray. Die Babelsberger verletzten hierbei vier der Bundespolizisten mit Tritten und Schlägen und skandierten übelste Beleidigungen. Schließlich setzten die Beamten Pfefferspray und Schlagstock ein. Das führte zu Flaschen- und Dosenwürfen gegen die Beamten. Eine junge Polizeischülerin musste in ein Krankenhaus und ist noch nicht wieder dienstfähig.
Der geschädigte Hannoveraner Fan hatte sich unterdessen aufgrund der bedrohlichen Lage vom Bahnsteig entfernt und wird nun als Zeuge dringend von der Bundespolizei gesucht. Er wird gebeten, gern auch telefonisch, sich bei der Bundespolizeiinspektion Hannover unter der Telefon-Nummer 0511 - 30365-0 zu melden.
Lediglich ein Mann aus der Babelsberger Gruppe versuchte zu schlichten und seine Mitreisenden zu beruhigen.
Rückfragen bitte an: Bundespolizeiinspektion Hannover Pressesprecher Detlef Lenger Telefon: 0511 303 65 1030 o. Mobil: 0162/4829764 E-Mail: detlef.lenger@polizei.bund.de www.bundespolizei.de

