BPOLD-BBS: Schlag gegen Schleuserbande Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Detmold und der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt
Detmold/ Flensburg/ Rostock (ots) - Im Rahmen eines Verfahrens gegen eine Schleuserbande haben Beamte der Bundespolizei heute Morgen im Bereich Detmold, Lage und weiteren Orten im Landkreis Lippe insgesamt elf Wohnungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Detmold durchsucht sowie einen Hauptbeschuldigten verhaftet. Die Tatverdächtigen stehen im Verdacht in mehreren Fällen Flüchtlinge organisiert in das Bundesgebiet eingeschleust zu haben um diese dann weiter nach Skandinaven zu schleusen. Für eine Schleusung haben die Flüchtlinge nach Erkenntnissen der Bundespolizei bis zu 1500 Euro zahlen müssen. Bei den Durchsuchungsmaßnahmen wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, darunter Mobiltelefone, Computer, Bargeld, diverse Dokumente und schriftliche Unterlagen. Die Ermittlungen, die die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock im Auftrag der Staatsanwaltschaft Detmold führt, haben ergeben, dass die international agierende Tätergruppe überwiegend afghanische und pakistanische Flüchtlinge von Italien über Deutschland nach Skandinavien geschleust hat. Ein 39 Jahre alter pakistanischer Hauptbeschuldigter wurde heute Morgen aufgrund eines Haftbefehls des AG Detmold festgenommen und wird voraussichtlich heute dem Haftrichter vorgeführt.
Die Schleuserbande ist nach den bisherigen Ermittlungen vermutlich auch für eine Schleusung von 22 afghanischen Flüchtlingen mit einem Kleintransporter Ende November verantwortlich. Am 19.11.2011 stellte die Bundespolizei auf der BAB 7 in Fahrtrichtung Dänemark auf dem Autobahnrastplatz Jalm (Kreis Schleswig-Flensburg) auf der Ladefläche eines Kleintransporters 22 Männer im Alter von 12 und 21 Jahren menschenunwürdig eingepfercht fest. Die 39, 41 und 45 Jahre alten pakistanischen Schleuserfahrer wurden in Untersuchungshaft genommen.
Bei dem Einsatz heute waren rund 80 Beamte der Bundespolizei aus Rostock, Flensburg, Bielefeld und St. Augustin eingesetzt. Vier Beamte der Kriminalpolizei Detmold und zwei Zollbeamte aus Bielefeld unterstützten den Einsatz.
Die Ermittlungen der Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft Detmold dauern an.
Rückfragen bitte an: Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt Raaberg 6 24576 Bad Bramstedt Matthias Menge Telefon: 04192-502-1010 o. Mobil: 0170/5524591 Fax: 04192-502-9020 E-Mail: matthias.menge@polizei.bund.de www.bundespolizei.de Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt nimmt als Bundesbehörde ihre Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Nord- und Ostsee und anlassbezogen darüber hinaus wahr. Dazu sind ihr als operative Dienststellen die Bundespolizeiinspektionen in Flensburg, Kiel, Rostock, Stralsund und Pasewalk sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung Rostock und eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit unterstellt. Mit den Bundespolizeiinspektionen See in Neustadt in Holstein, Warnemünde und Cuxhaven verfügt sie als einzige Bundespolizeidirektion über eine maritime Einsatzkomponente "Bundespolizei See", um die Seegrenze in der Nord- und Ostsee (Schengen-Außengrenze) zu überwachen. Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt beschäftigt insgesamt ca. 2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Polizeibeamte, Verwaltungsbeamte und Tarifbeschäftigte. Auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und anderer Gesetze nimmt sie umfangreiche und vielfältige Aufgaben wahr. Dazu gehören insbesondere: - der grenzpolizeiliche Schutz des Bundesgebietes, - die bahnpolizeilichen Aufgaben - die grenzpolizeilichen, schifffahrtspolizeilichen und umweltpolizeilichen Aufgaben in Nord- und Ostsee. Weitere Informationen zur Bundespolizei und zur Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt erhalten Sie unter www.bundespolizei.de.


