Bundespolizeiinspektion Bremen: BPOL-HB: Rosentrickbetrüger weiterhin aktiv
Bundespolizeiinspektion Bremen: BPOL-HB: Rosentrickbetrüger weiterhin aktiv

BPOL-HB: Rosentrickbetrüger weiterhin aktiv

Bremen (ots) - Bremen / Stadthagen, 22.05.2012

Die Bundespolizeiinspektion Bremen warnt vor Spendenbetrug und Taschendiebstahl. Am Dienstag haben Zivilfahnder erneut ein Mitglied der bekannten Rosentrickbetrüger aus Stadthagen auf frischer Tat in der Nähe des Bremer Hauptbahnhofes festgenommen. Der 19-jährige Rumäne hatte mittels Rosentrick einen 20-Euro-Schein aus der Brieftasche eines 25-jährigen Mannes gezogen, als dieser ihm 2 Euro für die angebliche Unterstützung eines Kindes "mit zwei Köpfen" spenden wollte.

In der Nähe befanden sich ein polizeibekanntes Mädchen und ein Junge. Diese Angehörigen des Rumänen waren ebenfalls mit Rosen und Büchern unterwegs. Während der Festnahme des 19-Jährigen wegen des aktuellen Taschendiebstahls konnten sie in der Menge untertauchen.

Wie auf dem anliegenden nachgestellten Bild mit einem sichergestellten Spendenbuch zu erkennen ist, funktioniert der Trick stets auf dieselbe Masche:

Zunächst wird eine Rose "verschenkt". Sie ist der Grund für körperliche Annäherung. Dann wird sogleich ein Spendenbuch vorgehalten, welches ein tumorkrankes Kind oder ein Kind mit zwei Köpfen zeigt, für das angeblich gesammelt wird. Schon jetzt benehmen sich die "Spendensammler" sehr aufdringlich und fordern massiv Geld für die Rose.

In der Regel erhalten sie kleinere Beträge zwischen einem und zehn Euro. Doch während der "Spender" versucht, die Rose zu halten und gleichzeitig Geld aus seinem Portemonnaie zu nehmen, wird das Spendenbuch aufdringlich darüber gehalten. Dabei versuchen die Betrüger mit flinken Fingern die Geldscheine heraus zu ziehen. Wie das Beispiel des 25-jährigen Mannes zeigt, gelingt ihnen das nicht nur bei älteren Menschen.

Es ist bekannt, dass die Bande immer wieder im gesamten norddeutschen Raum in Städten, Bahnhöfen und Zügen agiert. Jede Ansprache sollte sofort zurückgewiesen und die Polizei benachrichtigt werden.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Bremen
Pressesprecher
Holger Jureczko
Telefon: 0421 16299-604 o. Mobil: 0172 893 8080
E-Mail: holger.jureczko@polizei.bund.de
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