BPOLD-H: Lastwagen auf Abwegen verursacht Zugunglück mit 16 Verletzten
Hannover (ots) - Bahnstrecke Salzgitter - Braunschweig, Bahnübergang Berkenbuschstraße, Braunschweig - Rüningen, 20.01.2010, 07:35 Uhr
Weil die Zufahrt zu einem Industrieunternehmen noch verschlossen war, nutzte ein Lastwagenfahrer (53) in Braunschweig - Rüningen eine verbotene Abkürzung. Er fuhr auf den Bahngleisen entlang. Dabei fuhr er sich mit seinem Fahrzeug, das mehrere Tonnen Getreide geladen hatte, in den Gleisen fest. Er stieg aus, um Hilfe zu holen. Zu dem Zeitpunkt näherte sich die Regionalbahn RB 14955 von Salzgitter nach Braunschweig mit etwa 80 km/h.
Der Triebfahrzeugführer konnte trotz einer Notbremsung den Zusammenprall nicht mehr verhindern. Kurz hinter dem Bahnübergang an der Berkenbuschstraße rammte er den Laster von hinten. Durch den Aufprall wurde der erste Zugwagen aus den Schienen gedrückt und kam schwer beschädigt neben dem Gleisbett in einer Wiese zum Stehen.
Im Zug befanden sich rund 60 Fahrgäste von denen 3 schwer und 13 leicht verletzt wurden.
Der Lastwagen wurde total beschädigt. Durch den Unfall trat Dieselkraftstoff aus. Der Triebfahrzeugführer erlitt einen schweren Schock.
Am Unfallort war ein Großaufgebot an Rettungskräften der Berufsfeuerwehr Braunschweig, des DRK, der Bundespolizei sowie der Polizeidirektion Braunschweig eingesetzt.
Die Bundespolizei ermittelt gegen den Lastwagenfahrer wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Die Deutsche Bahn hat einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Strecke Salzgitter - Braunschweig ist bis auf weiteres gesperrt. Die Gleise wurden erheblich beschädigt. Zur Bergung der Regionalbahn wird ein Schienenkran eingesetzt.
Die genaue Schadenshöhe steht derzeit noch nicht fest.
Vom Einsatz stehen vier Bilder unter folgendem Link zum Download bereit: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/70246/1531343/bundespoliz eidirektion_hannover/
Event. Rückfragen bitte an:
POK Uwe Borchers, Telefon: 0162 482 9764 oder 0511 30365 1031 /
1030
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeidirektion Hannover
Möckernstraße 30
30163 Hannover
Sachbearbeiter zgl. Pressesprecher
Ralf Göttner
Telefon: 0511/67675-4102 o. Mobil: 0171/274 5523
Fax: +49 (0)511 67675 1110
E-Mail: bpold.hannover.oea@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
Die Bundespolizei untersteht mit ihren rund 40.000
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dem Bundesministerium
des Innern. Ihre polizeilichen Aufgaben umfassen
insbesondere den grenzpolizeilichen Schutz des
Bundesgebietes und die Bekämpfung der grenzüberschreitenden
Kriminalität, die Gefahrenabwehr im Bereich der Bahnanlagen
des Bundes und die Sicherheit der Bahnreisenden,
Luftsicherheitsaufgaben zum Schutz vor Angriffen auf die
Sicherheit des zivilen Luftverkehrs sowie den Schutz von
Bundesorganen.
Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de
oder unter oben genannter Kontaktadresse.


