BPOLD-H: Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Bad Harzburg - der Bundespolizeidirektion Hannover - der Gemeinde Stapelburg
Hannover (ots) - 20 Jahre Grenzöffnung; Erster Grenzübergang an der "grünen Grenze" zwischen Ilsenburg und Bad Harzburg
STAPELBURG/ECKERTAL 11. November 1989; 2009 Die Mauer in den Grenzsperranlagen westlich der Häuser des Grenzdorfes Stapelburg öffnet sich und gegen 17:00 Uhr können die Bürgerinnen und Bürger der DDR nun auch am Fuße des Harzes die Grenze problemlos überwinden. Um in den Westen zu gelangen, mussten die Stapelburger nicht nur die Mauer öffnen, sondern auch noch das natürliche Hindernis, den Grenzfluss Ecker überqueren. Einfallsreich halfen die Eckertaler und bauten aus Lattenzäunen einen provisorischen Steg. In den folgenden Stunden des 11. November wurden durch den Bauhof Bad-Harzburg zwei kleiner Holzstege und durch den Bundesgrenzschutz mittels eines Pontonfährenteil eine erste provisorische Brücke gebaut, über die dann in den frühen Morgenstunden des 12. November tausende DDR-Bürger sich in Richtung Bad-Harzburg auf den Weg machten. Fehlende Organisationsstrukturen in den ersten Stunden wurden durch Einfallsreichtum, gegenseitige Hilfe und Unterstützung wettgemacht, um den Weg in den Westen zu ebnen. 20 Jahre später ist nichts von dem einst Trennenden mehr zu sehen. Die Verbindungstraße Bad Harzburg - Ilsenburg quert die Ecker und den einstigen Grenzstreifen und die Nutzer wechseln auf der Stapelburger Straße von einem Bundesland zum anderen, wie überall in Deutschland. Die Bewohner von Stapelburg und Eckertal treffen sich jährlich am 11. November an der ehemaligen Grenzlinie und gedenken dieses unvergesslichen Tages. Aus Anlass des 20. Jahrestages der Grenzöffnung des ersten Grenzüberganges an der "grünen Grenze" enthüllt der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Wolfgang Böhmer, eine Gedenktafel. Schüler von Gymnasien / Sekundärschulen aus Sachsen-Anhalt und Niedersachsen haben die Deutsche Teilung und Wiedervereinigung im Schulunterricht aufgearbeitet und stellen ihre Projekte vor. Mit einer Rückschau auf die Ereignisse stellen sich "Männer der ersten Stunde" den Fragen der Anwesenden und lassen das Geschehen vom 11.11.1989 Revue passieren. Der Veranstaltungstag klingt mit dem Konzert "Wind of Change" des Bundespolizeiorchesters Hannover aus.
Programmablauf am Veranstaltungsort (Blockplatz, westlicher Ortsrand Stapelburg, Stapelburger Straße)
ganztägig Ausstellung Grenzmuseum; Historischer Militärfahrzeuge, Exponate BGS und Heimatverein Stapelburg; Projekt Jungborn der Heureka Bildungsseminar GmbH
09:00 Uhr Videovorführung und Musik im Festzelt
10:00 Uhr - 13:00 Uhr Projekttag Deutsche Teilung und Wiedervereinigung der Gymnasien / Sekundärschulen aus Sachsen Anhalt und Niedersachsen
15:30 Uhr Sternmarsch aus Eckertal / Jungbornplatz und Stapelburg/ Blockplatz zum Grenzdenkmal
16:00 Uhr Gottesdienst
16:45 Uhr Rückschau auf die Ereignisse am 11.11.1989
Podium:
- Jürgen Engel ( ehemaliger Bürgermeister von Stapelburg)
- Norbert Heindorf (hat als einer der Ersten die Mauer überwunden)
- Horst Voigt (ehemaliger Stadtdirektor der Stadt Bad Harzburg)
- Achim Fritz (Angehöriger der ersten BGS-Streife vor Ort)
- Ulrich Kropp (Lehrer aus Wiefelstede, hat die Grenzöffnung als "Wessi" mit den Augen eines "Ossis" erlebt)
18:00 Uhr Festrede (MP Prof. Dr. Wolfgang Böhmer) zum 20. Jahrestag der Grenzöffnung mit anschließender Enthüllung der Hinweistafel
gegen 19:00 Uhr Konzert Wind of Change (Bundespolizeiorchester Hannover unter Leitung von Matthias Höfert)
Rückfragen bitte an:
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