BPOLD-B: Russische Familie unerlaubt eingereist

Frankfurt (Oder): (ots) - Einen ungewöhnlichen Anruf erhielt die Bundespolizei in Frankfurt (Oder) am Montagmorgen. Gegen 6:30 Uhr meldete sich ein Bediensteter des Wachschutzes des Wohnheims für Asylbewerber in Frankfurt (Oder). Er informierte die Beamten über die Ankunft einer sechsköpfigen russischen Familie, welche vermutlich unerlaubt nach Deutschland gekommen sei. Zwei Taxen hatte die Familie dorthin gebracht.

Wie sich herausstellte, wies sich die Familie am Eingang des Wohnheimes mit polnischen Asylbescheinigungen aus, die am 27. Juni 2012 ausgestellt wurden. Weitere Dokumente, welche die Einreise und den Aufenthalt ins/im Bundesgebiet legalisieren würden, konnte die Familie nicht vorlegen.

Bundespolizisten brachten daraufhin den 40-jährigen Vater, seine 35-jährige Frau und die vier Kinder im Alter zwischen vier und 14 Jahren zur Dienststelle der Oderstadt.

Hier gaben sie an, in ihrer Heimat bedroht worden zu sein, weshalb sie zuerst nach Polen flüchteten. In Polen fühlte sich die Familie nach eigenen Angaben aufgrund der Grenznähe zu Russland jedoch ebenfalls nicht wohl und wollte deshalb weiter nach Deutschland.

Ein LKW-Fahrer erklärte sich bereit, die Familie für 500 Euro nach Deutschland zu bringen. Da die Familie jedoch nur 200 Euro aufbringen konnte, setzte sie der Fahrer an der Grenze am ehemaligen Grenzübergang Frankfurt (Oder) Stadtbrücke ab. Nachdem die Familiemitglieder die Brücke zu Fuß überquert hatten, bestiegen sie zwei Taxen, und fuhren zum Asylbewerberwohnheim an den Seefichten.

Gegen die Eltern wurde einem Ermittlungsverfahren wegen unerlaubter Einreise/unerlaubten Aufenthaltes ins/im Bundesgebiet eingeleitet.

Aufgrund des laufenden Asylverfahrens in Polen ist beabsichtigt, die Familie nach Polen zurückzuschieben.

Vorerst wurde die sechsköpfige Familie in der Zentralen Aufnahmeeinrichtung für Ausländer in Eisenhüttenstadt untergebracht.

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