BPOLD-KO: Bilanz der Bundespolizei nach dem DFB-Pokalspiel Eintracht Frankfurt vs. 1. FC Kaiserlautern
Frankfurt/Main-Kaiserslautern-Koblenz (ots) - Anlässlich des DFB-Pokalspieles am Mittwochabend in der Commerzbankarena in Frankfurt am Main hatte die Bundespolizei über 500 Einsatzkräfte eingesetzt. Zu diesem Spiel reisten rund 15 000 Fans mit dem ÖPNV bzw. Entlastungszügen der DB AG und damit im Verantwortungsbereich der Bundespolizei an- und ab.
Aus Sicherheitsgründen wurde im Vorfeld für den Sonderzug aus Kaiserslautern ein Glasflaschen- und Dosenverbot erteilt.
Um die Einhaltung zu überwachen wurden insgesamt etwa 800 Personen durchsucht. Hierbei konnten die Beamten bei elf Fans pyrotechnische Gegenstände finden und sicherstellen. Gegen einen Fan wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet, nachdem bei ihm ein Messer gefunden wurde, welches gegen waffenrechtliche Bestimmungen verstößt. Aufgrund der Durchsuchungen und des verspäteten Eintreffens einer größeren Fangruppe, konnte der Zug erst mit etwa 20 Minuten Verspätung unter Begleitung der Bundespolizei, in Kaiserslautern abfahren.
Bei Ankunft des Sonderzuges im Bahnhof Stadion hatte die Bundespolizei gemeinsam mit Einsatzkräften der Hessischen Landespolizei bereits den gesamten Bahnhofsbereich großräumig abgesperrt. Hierdurch konnten die beiden Fanlager konsequent getrennt und Ausschreitungen so verhindert werden. Trotz dieser Absperrungen wurden von beiden Seiten Böller und Leuchtfackeln gezündet. Durch die Bundespolizei wurde hierbei von insgesamt 26 Personen die Identität festgestellt.
Nachdem die Fans aus Kaiserslautern von starken Einsatzkräften zum Stadion geführt wurden, kam es im Bereich der Wintersporthalle zu massiven Angriffen von Frankfurter Fans auf Einsatzkräfte der Polizei.
Hierbei wurde auch ein Beamter einer Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit der Bundespolizei, welche zur Unterstützung der Hessischen Landespolizei dort eingesetzt waren, durch einen Steinwurf schwer verletzt.
Ein noch unbekannter Täter hatte aus einer Gruppe heraus einen faustgroßen schweren Stein auf den Beamten geworfen. Der Stein traf den Beamten von hinten heftig im Nackenbereich, riss den Nackenschutz des Schutzhelmes ab und verletzte den Beamten so schwer, dass er sofort mit einem Rettungswagen in die Uni-Kliniken Frankfurt am Main gebracht werden musste. Dort wurde eine Verletzung im Nackenwirbelbereich festgestellt.
Nach Spielende wurden die Fans aus Kaiserslautern wiederum von starken Einsatzkräften der Polizei vom Stadion zum Bahnhof geführt. Um eine großräumige Absperrung des Bahnhofsbereiches durchzusetzen, mussten durch die Bundespolizei gegen 50 Frankfurter Fans Platzverweise erteilt werden. So gelang es die Fans aus Kaiserlautern ohne größere Zwischenfälle zum Zug zu bringen, der um 00.40 Uhr im Bahnhof Stadion abfuhr.
Gegen 23.00 Uhr kam es am Bahnsteig von Gleis 4 zu einem Unfall, als ein Frankfurter Fan beim Einstieg in einen Zug zwischen Bahnsteigkante und den stehenden Zug geriet und sich hierbei Verletzungen an Armen und Beinen zuzog. Nachdem er von Beamten der Bundespolizei geborgen werden konnte, wurde er mit einem Rettungswagen in ein Frankfurter Krankenhaus gebracht.
Die weitere Rückreise der Fans aus Kaiserslautern auf dem Gebiet der Bahn verlief reibungslos.
Inzwischen hat die Bundespolizei insgesamt 26 Ermittlungsverfahren eingeleitet.
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