FW-EN: Großbrand in einem metallverarbeitenden Betrieb in Schwelm!
Schwelm (ots) - Die Feuerwehr Schwelm wurde gegen 11:23 Uhr zu einem Großbrand in die Ruhrstraße alarmiert.
In einer Halle eines Schrottgroßhandels brannte aus bisher unbekannten Gründen zunächst ein Container mit Titanstaub. Der Brand griff schnell und vor Eintreffen der Feuerwehr auf die Dachkonstruktion der Lagerhalle sowie auf einen druckgasbetriebenen Gabelstapler über. Bei Eintreffen der Feuerwehr brannte die Dachkonstruktion der Halle. Die Mitarbeiter der Firma hatten sich eigenständig in Sicherheit gebracht.
Zur Brandbekämpfung wurden unter Leitung von Feuerwehrchef Norbert Fichtel drei Drehleitern mit Wasserwerfern sowie mehrere B und C-Rohre unter Atemschutz eingesetzt. Es kam zu einer erheblichen Rauchentwicklung. In der ersten Einsatzphase wurden die Bewohner der unmittelbaren Umgebung vorsorglich aufgefordert Türen und Fenster geschlossen zu halten. Nach kurzer Zeit konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden.
Sechs Personen eines Nachbarunternehmens wurden mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung von einem Notarzt untersucht. Sie wurden als nicht verletzt eingestuft. Vorsorglich löste die Kreisleitstelle Schwelm das Einsatzstichwort "Massenanfall von Verletzten Stufe 1" aus. Die Fahrzeuge positionierten sich auf einem Parkplatz an der B7. Der Einsatzabschnitt konnte jedoch schnell wieder aufgelöst werden.
Ein Fachberater ABC war an der Einsatzstelle und beriet die Einsatzleitung. An der Einsatzstelle wurde aus Umweltschutzgründen eine so genannte Löschwasserrückhaltung durchgeführt. Das kontaminierte Löschwasser wird hier zurückgehalten.
Für die Feuerwehr Schwelm wurde Gesamtalarm mit Sirene ausgelöst. Unterstützt wurden die Einsatzkräfte aus Schwelm durch Einheiten der Feuerwehr Wuppertal und der Feuerwehr Ennepetal. Die Kreisfeuerwehrzentrale versorgte die Feuerwehr Schwelm mit Atemschutzgeräten aus einem Abrollbehälter. Der stellv. Kreisbrandmeister Christian Zittlau sowie der Bürgermeister der Stadt Schwelm, Jochen Stobbe, machten sich vor Ort ein Bild über die Einsatzlage.
Die Polizei war mit mehreren Kräften vor Ort und hat die Ermittlungen zur Ursache sowie zum Sachschaden aufgenommen. Auch ein Hubschrauber der Polizei war zur Erkundung im Einsatz.
Vor Ort waren etwa 100 Einsatzkräfte im Einsatz. Der Einsatz dauerte drei Stunden an. Die Einsatzkräfte werden jedoch noch den Nachmittag zur Aufrüstung der Fahrzeuge und des Materials im Einsatz sein. Eine Brandwache in Gruppenstärke wird an der Halle bis zum frühen Abend im Einsatz sein.
Rückfragen bitte an: Kreisfeuerwehrverband Ennepe-Ruhr e. V. Kreisverbands-Pressesprecher Christian Arndt Telefon: +49 (0)163 86 11 240 E-Mail: christian.arndt@feuerwehr-herdecke.de http://www.feuerwehr-en.de/

