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EPHK Helmut Anderski
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POL-VIE: Ergebnis Gurtkontrollen: Es wird immer schlimmer!

Nettetal/Niederkrüchten/Brüggen (ots) - "Wir appellieren immer wieder an die Vernunft, wir kündigen unsere Einsätze an, wir kontrollieren in regelmäßigen Abständen, wir gehen ans Portmonee und müssen feststellen, dass die Gurtdisziplin immer schlechter wird", kopfschüttelnd und fassungslos kommentiert der Leiter der Polizeiwache Nettetal, EPHK Helmut Anderski, das Ergebnis der gestrigen Gurtkontrollen der AG Verkehr in Nettetal, Brüggen und Niederkrüchten: 103 Gurtmuffel, dreizehn Handyverliebte und zwei Fahrer, die ohne Fahrerlaubnis unterwegs waren, müssen zahlen und teilweise auch einen Zuwachs auf ihrem Punktekonto in Flensburg hinnehmen. Ein Kind war zwar auf dem Beifahrersitz angeschnallt, saß jedoch nicht auf einem für die Sicherheit zwingend notwendigen Kindersitz. Der Fahrer erhielt eine Ordnungswidrigkeitsanzeige. Drei unangeschnallte Fahrer telefonierten während der Fahrt und wurden auch dafür angezeigt. "Es ist natürlich unkomfortabel, das Handy aus der Hosentasche zu holen, wenn man angeschnallt ist", kommentiert der Wachleiter das verkehrswidrige Verhalten. Ob man sich selbst anschnallt oder nicht, das ist eine persönliche Entscheidung, die gesundheitlichen oder im besseren Fall finanziellen Folgen muss man ganz alleine tragen. Und trotzdem: Die Kreispolizeibehörde hat es bei der Vorstellung der Verkehrsunfallentwicklung deutlich gemacht: Die Polizei toleriert auch dies nicht! Wir haben die Nase voll, wir haben keine Lust mehr, die fast immer vermeidbaren Unfälle aufzunehmen, die Schwerstverletzten gemeinsam mit den Rettungsdiensten zu bergen und den Angehörigen, den Eltern Todesnachrichten überbringen zu müssen. "Und weil wir davon die Nase voll haben, werden wir auch weiterhin die "nur" eigengefährdenden Verkehrsverstöße konsequent ahnden. Dies tun wir, um die Straßen im Kreisgebiet sicherer zu machen", kündigt der Regionalverantwortliche noch für diesen Monat weitere Kontrollen an.

Anders sieht es aus, wenn verkehrswidriges Verhalten Unbeteiligte gefährdet: Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn Erwachsene ihre Kinder nicht ordnungsgemäß sichern: In dieser Woche erst zeigte ein Ermittler des Verkehrskommissariats in Nettetal eine junge Mutter an. Er hatte zufällig gesehen, dass die Frau mit ihrem Kleinkind, geschätzt zwei Jahre alt, auf der Biether Straße im Auto unterwegs war. Das Kind stand völlig ungesichert vor dem Beifahrersitz und trommelte mit den Händen vor die Windschutzscheibe. "Das sind verantwortungslose Verhaltensweisen, die der Gesetzgeber als Ordnungswidrigkeit einstuft. Dabei und auch beim Telefonieren mit einem Handy gefährdet man nicht nur sich selbst, sondern andere Verkehrsteilnehmer oder gar die eigenen Kinder ganz erheblich und dies werden wir mit weiteren Kontrollen versuchen einzudämmen", so der Wachleiter abschließend. Dass die Disziplin tatsächlich nachlässt, lässt sich an den Aufzeichnungen der AG Verkehr leicht ausrechnen. Hatte die Gruppe im Jahr 2009 bei ihren Kontrollen im Schnitt 35 Verstöße pro Einsatz festgestellt, so waren es im laufenden Jahr bislang durchschnittlich 80 Verkehrsverstöße pro Kontrolle, die geahndet werden mussten. Auf der Homepage der Kreispolizeibehörde www.polizei-viersen.de lässt sich in einem Artikel nachlesen, warum der Gurt der Lebensretter Nummer 1 ist und warum besonders die Sicherung der mitfahrenden Kinder der Polizei am Herzen liegt. Im Download finden Sie ein Foto des Wachleiters Nettetal./ah (311)

Kreispolizeibehörde Viersen
- Leitungsstab / Pressestelle -
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