POL-VIE: Versuchter Raubüberfall auf Kiosk ist geklärt
Nettetal-Kaldenkirchen (ots) - In Begleitung seines Vaters stellte sich ein 17-jähriger Kaldenkirchener im Laufe der Woche bei der Polizei. In seiner gestrigen Vernehmung beim zuständigen Kriminalkommissariat 1 legte der Schüler ein umfassendes Geständnis ab. Dem Jugendlichen wird vorgeworfen, am 24. Februar mit Sturmhaube und Sonnenbrille maskiert einen Kiosk auf der Bahnhofstraße in Kaldenkirchen überfallen zu haben. Er hatte der allein anwesenden Inhaberin mit Reizgas gedroht und die Herausgabe von Geld gefordert. Die Frau reagierte beherzt und wollte dem Täter die Hartgeldkasse an den Kopf werfen. Sie konnte am Täter vorbei nach draußen gelangen, um Hilfe zu rufen. Der Jugendliche gab daraufhin sein Vorhaben auf und flüchtete in Richtung "Knochenpark". An der Kreuzung kam es fast zu einem Zusammenstoß mit einem Pkw, der in Richtung Tatort abbiegen wollte. Wir hatten in unserer Meldung 276 am 24.2. über diesen versuchten Überfall berichtet.
Der bei seinem Vater lebende Schüler ist starker Cannabiskonsument und kam mit dem Taschengeld nicht aus, um seinen Konsum zu finanzieren. Er begab sich deswegen am Tattag zielstrebig zum Kiosk, den er als Kunde gut kannte und versuchte auf die beschriebene Art, Geld für Drogen zu beschaffen. Dem Vater war das Verhalten seines Sohnes aufgefallen und er stellte ihn zur Rede. Dieser gab daraufhin die Tat unumwunden zu. Der Vater überzeugte seinen Sohn schließlich, sich bei der Polizei zu stellen. Der Jugendliche zeigte den Beamten auch die Stelle, wo er seine Maskierung nach der Tat entsorgt hatte. Die Beamten konnte sie in einem Gullyschacht sicherstellen.
Der Jugendliche, der bereits wegen seines Cannabiskonsums polizeibekannt war, zeigte Reue und Einsicht. Dem Vater war es offensichtlich gelungen, seinen Sohn davon zu überzeugen, dass er sich so schnell wie möglich in eine Drogentherapie begeben muss, um seine Sucht und die damit einhergehende Beschaffungskriminalität in den Griff zu bekommen./ah (305)
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