POL-HF: Brems Dich - rette Leben; Großeinsatz der Polizei in Herford

Kreispolizeibehörde Herford: POL-HF: Brems Dich - rette Leben; Großeinsatz der Polizei in Herford
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Kampagnen-Plakat

32049 Herford (ots) - Eigentlich hatte sie alles richtig gemacht. Sie wollte nur schnell über die Straße gehen, der Zebrastreifen lag direkt vor ihr. Nur gerade die Freundinnen begrüßen, die auf der anderen Seite warteten. Das hochtourige Motorengeräusch hatte sie gar nicht bemerkt. Der Zebrastreifen war ja sicher, der Autofahrer musste doch halten! Mit einem freundlichen Lächeln im Gesicht, betrat sie den Fußgängerüberweg und winkte ihren Freundinnen entgegen. Ihren Blick nach vorne gerichtet, sah sie nur noch das blanke Entsetzen in den Gesichtern auf der anderen Straßenseite, dann hörte sie das laute Quietschen blockierender Reifen. Ihr Unterschenkel brach zuerst. Der Aufprall war so heftig, dass sie aus ihren Schuhen katapultiert wurde. Ihr Becken knallte auf die Motorhaube, mit der Schulter zerschlug sie die Windschutzscheibe. Als ihr Kopf danach auf den Dachholm krachte, war sie schon nicht mehr bei Bewusstsein. Der Wagen lud ihren Körper wie eine Puppe auf, nahm ihn noch ein paar Meter mit und entledigte sich nach dem abrupten Bremsmanöver unmittelbar wieder seiner ungewollten Ladung. Ihr Körper, der wie ein Gipsabdruck mit dem Wagen verschmolzen war, schleuderte nach dem Stillstand des Autos hart zurück auf die Straße, wo er leblos liegen blieb.

Bei 50 km/h überleben 8 von 10 Fußgängern einen solchen Verkehrsunfall, bei Tempo 65 km/h sterben 8 von 10 Fußgängern. Konkret: Die "Kleinigkeit" von 15 km/h entscheidet im vorliegenden Fall über Leben und Tod über Trauer, Entsetzen und Verlust.

Nicht angepasste Geschwindigkeit ist der Killer Nummer 1 im Straßenverkehr.

"Der hohe Blutzoll auf den Straßen ist unerträglich. Hier wird Leben zerstört, werden Menschen unbarmherzig und brutal ihren Angehörigen und Freunden entrissen und Lebensentwürfe begraben."

Aufgrund der besorgniserregenden Entwicklung der Verkehrsunfalllage hat die Polizei NRW ihre Verkehrsstrategie weiterentwickelt und startete zum 06.02.2012 die landesweite Kampagne "Brems Dich - rette Leben!"

Wie bereits mehrfach berichtet, beteiligt sich auch die Kreispolizeibehörde Herford an dieser Kampagne. "Jeder Verkehrsteilnehmer muss wissen, dass wir die 24-Stunden Aktion am morgigen Freitag als Auftakt der Kampagne "Brems Dich - rette Leben!" verstehen, die in diesem Jahr eine Vielzahl von Geschwindigkeitsüberwachungen nach sich ziehen wird.

An 29 Messstellen werden die Beamtinnen und Beamten der Kreispolizeibehörde mit verstärktem Personal- und Materialeinsatz auf der Straße im Einsatz sein. Unterstützt werden sie dabei durch Mitarbeiter des Kreises und der Stadt Herford, die sich mit ihren Messfahrzeugen an 11 zusätzlichen Messstellen ebenfalls an dem Großeinsatz beteiligen.

"Wenn sich die Verkehrsteilnehmer nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeiten halten, wird es ein Blitzlichtgewitter im Kreis Herford geben!" Mit dem einsetzenden Berufsverkehr werden alle Kräfte pünktlich ab 06.00 Uhr in der Früh auf der Straße sein.

Ziel der Überwachungsaktion ist es, flächendeckend im Kreisgebiet Herford die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit an möglichst vielen Orten gleichzeitig zu überwachen und damit ein deutliches Signal gegen Raserei und gegen die schweren Folgen von überhöhter Geschwindigkeit zu setzen.

Überall und zu jeder Zeit muss der Verkehrsteilnehmer daher Morgen mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen. Und dabei wir werden jedes entdeckte Fehlverhalten konsequent verfolgen", betonte nochmals der Direktionsleiter Verkehr, Polizeirat Björn Brocks.

Wie in den letzten Tagen praktiziert hebt die Polizei noch einmal ausdrücklich hervor: "Der Einsatz am Freitag ist kein Geheimnis. Wir wollen offen und mit einem Höchstmaß an Transparenz auch durch den Einsatz blau silberner Streifenwagen mit dem Problem umgehen. Uns geht es nicht um Heckenschützenmethoden oder Abzocke. Unser Ziel sind nicht mehr Knöllchen, sondern mehr Sicherheit im Straßenverkehr."

Wie bereits der Innenminister des Landes NRW heute betonte, verfügt die Polizei auch in Herford über genügend Radarmessgeräte in Streifenwagen, die auch bei Temperaturen unter -10 Grad Celsius fehlerfrei funktionieren.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Herford
Pressestelle Herford
Telefon: 05221 888 1250
E-Mail: pressestelle.herford@polizei.nrw.de