Bundespolizeidirektion München: Betrunkene rastet im ICE aus Fahrgäste beleidigt und zwei Bundespolizisten verletzt
Nürnberg (ots) - Eine aggressive und betrunkene Reisende hat gestern Abend (8. Februar) für 25 Minuten Zugverspätung eines ICE im Nürnberger Hauptbahnhof gesorgt. Die Frau beleidigte andere Fahrgäste und griff Polizeibeamte an, die sie aus dem Zug führen wollten.
Die 31-Jährige belästigte in einem Intercity-Express auf der Fahrt von Kassel nach Nürnberg zunächst andere Reisende. Als sie im Bordrestaurant einem Gast Bier über die Kleidung schüttete, entschied der Zugchef, die Frau in Nürnberg von der Weiterfahrt auszuschließen. Diese zeigte sich aber nicht nur uneinsichtig, sondern auch renitent. Als sie den Zug verlassen sollte, griff sie die herbeigerufenen Bundespolizisten, die sie hinausbegleiten wollten, unvermittelt an. Äußerst aggressiv versuchte sie, sich durch Schläge und Tritte gegen die Verbringung aus dem Zug zu Wehr zu setzen. Dabei traf sie eine Beamtin ins Gesicht, sodass diese eine Platzwunde über dem Auge davontrug, die später ärztlich versorgt werden musste. Deren Partner trat sie mit voller Kraft in den Intimbereich. Nur mit Mühe gelang es der Streife, die rabiate Frau zu fesseln und zur Wache zu bringen. Aufgrund des Vorfalls fuhr der ICE nach München erst mit 25 Minuten Verspätung ab.
Die verletzten Beamten blieben dienstfähig. Die Bundespolizei hat indes gegen die renitente Reisende Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die im Landkreis Günzburg wohnhafte Frau musste über Nacht ausgenüchtert werden - eine Atemalkoholmessung hatte einen Wert von 2,29 Promille ergeben -, bevor sie die Wache verlassen durfte.
Rückfragen bitte an: Rainer Schlemmer Bundespolizeiinspektion Nürnberg Bahnhofsplatz 6 - 90443 Nürnberg Telefon: 0911 20 55 51 105 E-Mail: bpoli.nuernberg.presse@polizei.bund.de Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg mit Ihren circa 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist mit 16.082 qkm die flächenmäßig größte Bundespolizeiinspektion in Bayern. Sie betreut mehr als 1.820 Bahnkilometer mit 304 Bahnhöfen und Haltepunkten. Ihr bahnpolizeilicher Zuständigkeitsbereich erstreckt sich vom Landkreis Forchheim im Nordosten bis zum Landkreis Neu-Ulm im Südwesten und umfasst auch die Schnellfahrstrecke Nürnberg - Ingolstadt. Ihr gehören die Bundespolizeireviere in Augsburg, Ansbach und Ingolstadt an. Die Bundespolizeiinspektion Nürnberg hat die Aufgabe, auf dem Gebiet der Bahnanlagen der Eisenbahnen des Bundes Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren, die den Benutzern, den Anlagen oder dem Betrieb der Bahn drohen oder beim Betrieb der Bahn entstehen oder von den Bahnanlagen ausgehen. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder unter oben genannter Kontaktadresse.

