Bundespolizeidirektion München: Ein Diebstahl, der keiner war - 18-Jähriger täuscht Straftat vor und handelt sich Anzeige der Bundespolizei ein -
Nürnberg (ots) - Seine Jacke mit Handy und 1500 Euro Bargeld sei ihm am Nürnberger Hauptbahnhof gestohlen worden. Dies meldete ein 18-Jähriger der Bundespolizei und erstattete Anzeige wegen Diebstahls. Wenig später griffen ihn aufmerksame Bundespolizisten mit seiner "gestohlenen" Jacke im Nürnberger Hauptbahnhof auf. Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat.
Den Diebstahl seiner Jacke, in der sich angeblich ein Handy und 1500 Euro befanden, zeigte gestern (25. Januar) ein 18-Jähriger bei der Bundespolizei in Nürnberg an. Gegen 19 Uhr teilte der Mann mit, dass er zum Rauchen vor den Ostausgang des Nürnberger Hauptbahnhofes gegangen sei. Weil es ihm zu warm war, habe er seine Jacke ausgezogen und über ein Geländer gehängt. Nachdem er ausgeraucht hatte, habe er den Diebstahl der Jacke festgestellt. Seine anschließende Suche sei erfolglos gewesen. Bei der Anzeigenaufnahme gab der vermeintlich Geschädigte auch eine detailgenaue Beschreibung der Jacke zu Protokoll.
Nur zwei Stunden später stellten aufmerksame Bundespolizisten einen Mann im Bahnhof fest, der genau die Jacke trug, die zuvor als gestohlen gemeldet worden war. Als sie den mutmaßlichen Dieb überprüften, stellten sie zu ihrer Überraschung fest, dass es sich um denselben Mann handelte, der zuvor den Diebstahl angezeigt hatte. Reumütig gab der Schwarzenbrucker schließlich zu, die Tat vorgetäuscht zu haben. Eine Erklärung für sein Handeln konnte oder wollte der mit 1,4 Promille alkoholisierte Mann nicht nennen. Der angezeigte Jackendiebstahl war damit nach zwei Stunden schnell aufgeklärt. Die Nürnberger Bundespolizei hat nun allerdings gegen den Heranwachsenden ein Strafverfahren wegen Vortäuschens einer Straftat eingeleitet.
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