Bundespolizeidirektion München: Lügengeschichte bringt 15-Jähriger Ausreißerin doppelten Ärger - Schwarzfahrt im Zug nach Besuch des Freundes. Diebstahl vorgetäuscht -

Nürnberg (ots) - Weil ein junges Mädchen bei der Fahrscheinkontrolle kein Ticket vorzeigen konnte, wurde gestern Abend (19. Januar) die Nürnberger Bundespolizei verständigt. Bei der Befragung schilderte die Reisende zunächst glaubhaft, dass sie auf der Fahrt zwischen München und Nürnberg eingeschlafen sei. Bei der Fahrscheinkontrolle habe sie dann bemerkt, dass ihr Rucksack gestohlen worden war. Darin hätten sich sowohl die Fahrkarte als auch die Geldbörse befunden.

Die beiden Bundespolizistinnen, denen das Mädchen diese Geschichte so überzeugend erzählte, hakten trotzdem nach. Und sie hatten das richtige Gespür. Im weiteren Verlauf stellte sich nämlich heraus, dass das Mädchen von Zuhause ausgerissen war. Die 15-Jährige hatte in Wirklichkeit ihren Freund in München besucht. Ohne Wissen der Mama. Außerdem ermittelten die Beamtinnen, dass das Mädchen überhaupt nicht im Besitz eines Rucksacks ist. Im ständigen Kontakt mit der Mutter der Ausreißerin setzten sie deren Tochter in den nächsten Zug zurück nach Darmstadt, wo die Mutter diese übernahm. Die Heranwachsende hat mit der Lügengeschichte dafür gesorgt, dass sie nun nicht nur wegen Erschleichens von Leistungen angezeigt wird, sondern auch noch wegen Vortäuschens einer Straftat.

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