BPOL-KS: Afghanische Familie im Bahnhof Fulda gestrandet

Fulda (ots) - Eine siebenköpfige, afghanische Familie wurde gestern Vormittag von der Bundespolizei am Gleis 1 im Fuldaer Bahnhof aufgegriffen. Der 42-jährige Familienvater war mit seiner 35 Jahre alten Frau und den fünf minderjährigen Kindern, zwei bis 14 Jahre alt, ohne gültige Reisedokumente nach Deutschland gekommen.

Ein noch unbekannter Schleuser hatte die Familie ins Bundesgebiet gebracht und ihnen anschließend deren Ausweispapiere abgenommen. Wie der Familienvater bei der Bundespolizei aussagte, habe er für die Reise nach Deutschland rund 70.000 US-Dollar bezahlt. Das Geld stamme aus dem Verkauf seiner Firma. Wie der Mann weiter sagte, war das Leben seiner Familie bedroht.

Alle Personen haben einen Asylantrag gestellt und wurden zur Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung nach Gießen weitergeleitet. In allen Fällen ermittelt die Bundespolizei wegen unerlaubter Einreise und Schleusung.

Im Fokus der Ermittlungen stehen jedoch die Schleuser, die aus der Not der Menschen Kapital schlagen. Gegen die Unbekannten wurde ebenfalls ein Strafverfahren eingeleitet.

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