BPOL-KS: Sicherheit im Bahnhof - Bundespolizei klärt auf

Nord-, Ost- und Mittelhessen (ots) - Anlässlich des ersten Schultages nach den Weihnachtsferien informiert die Bundespolizeiinspektion Kassel in einer Präventionsmaßnahme am 09. Januar über Gefahren an Bahnanlagen. Schwerpunkt dieser Maßnahme ist der Schüler- und Berufsverkehr. An zahlreichen Bahnhöfen in Nord-, Ost- und Mittelhessen sind die Bundespolizisten unterwegs um die Bahnreisenden auf Gefahren rund um den Bahnverkehr aufzuklären.

Die häufigsten Fehlverhalten sind, unerlaubtes Überschreiten der Gleise, Nichtbeachten der weißen Sicherheitslinie auf dem Bahnsteig. Die sicheren Wege, wie Bahnüber-, -unterführungen, Brücken, werden oft aus "Zeitgründen" gemieden. "Die Folgen können schwerwiegend sein", sagt der Leiter der Bundespolizeiinspektion Kassel, Carsten Decker. "Deshalb ist jede in Präventionsarbeit der Bundespolizei investierte Mannstunde, die Leben rettet, wertvoll", so Decker weiter.

Im Schülerverkehr kommt es oft zu gefährlichen Situationen am Bahnsteig. Im Kampf um den besten Sitzplatz wird oft gedrängelt und geschubst.

Schwer verletzt

Schwer verletzt wurde im August 2010 ein 14-jähriges Mädchen aus dem Lahn-Dill-Kreis, als sie im Bahnhof Ehringshausen den Bahnsteig über einen Bohlenüberweg wechseln wollte. Die Schülerin hatte über Ohrhörer Musik gehört und einen herannahenden Zug nicht bemerkt. Das Mädchen wurde von der Bahn erfasst und verlor dadurch ihren Unterschenkel. Die mit solchen Fehlverhalten verbundenen Gefahren sind den Betroffen meistens nicht bewusst.

Mögliche Folgen:

Neben einer erheblichen Selbstgefährdung stehen aber auch mögliche Gesetzesverstöße im Raum. Wer beispielsweise die Gleise unerlaubt überschreitet muss im günstigsten Fall mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 25 Euro rechnen. Kommt es im Zusammenhang mit dem Bahnverkehr zu einem Unfall, so kann, neben zivilrechtlichen Ansprüchen, ein Strafverfahren wegen eines "Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr" (vgl. §315 StGB) die Folge sein.

Hinweis: Interessierte Medienvertreter haben die Möglichkeit eine Streife der Bundespolizei zu begleiten. Anmeldung bitte bei der Pressestelle der Bundespolizeiinspektion Kassel - 0561/81616-1010 oder per E-Mail an bpoli.kassel.presse@polizei.bund.de

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