BPOL-F: Ladendetektiv zwingt S-Bahn zur Notbremsung
Bad Vilbel (ots) - Weil ein 37-jähriger Ladendetektiv am Mittwoch, um 18.15 Uhr, im Bahnhof Bad Vilbel über die Gleise lief und eine S-Bahn der Linie 6 ausbremste, hat die Bundespolizeiinspektion Frankfurt am Main ein Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr gegen den Mann eingeleitet.
Nach Ermittlungen der Bundespolizei hatte der Mann einen flüchtigen Ladendieb verfolgt, der aus einem am Bahnhof angrenzenden Lebensmittelgeschäft geflüchtet war.
Bei der anschließenden Verfolgungsjagd verlor der Detektiv den Dieb offenbar aus den Augen. Da er vermutete, dass der Dieb über die Gleise geflüchtet sei, sprang er in die Gleise, als in diesem Moment eine S-Bahn aus Richtung Friedberg in den Bahnhof einfuhr. Der Lokführer sah den Mann in den Gleisen und leitete sofort eine Notbremsung ein.
Nachdem die S-Bahn zum Stehen kam, ging der Lokführer zunächst davon aus, dass die Person vom Zug erfasst wurde, worauf er die Bundespolizei alarmierte.
Für die notwendige Absuche des Gleisbereiches mussten die Gleise im Bahnhof Bad Vilbel für den Zugverkehr gesperrt werden. Erst als ausgeschlossen werden konnte, dass die Person nicht von der S-Bahn erfasst wurde, konnten die Sperrungen, um 19.25 Uhr, wieder aufgehoben werden.
Bis zu diesem Zeitpunkt hatten bereits 47 Züge Verspätung erhalten.
Aufgrund der Beschreibung des Mannes, welche der Lokführer gegenüber der Bundespolizei abgab, konnte der 37-jährige Mann aus Bild Vilbel später über die Polizeistation Bad Vilbel ermittelt werden.
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