POL-HH: 100730-5. Gewerbsmäßiger Betrüger und Hochstapler dem Amtsgericht Hamburg zugeführt

Hamburg (ots) - Tatzeit: Angang 2004 bis Mai 2010

Tatorte: Hamburg, Nürnberg, Oldenburg, Warden u.a.

Ein 49-jähriger Deutscher wird in mehr als 300 Fällen des Betruges beschuldigt. In enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Hamburg ist jetzt gegen den Beschuldigten ein Haftbefehl erwirkt worden.

Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wegen Verdacht des Betruges wurde ein Durchsuchungsbeschluss für die Wohnung des Beschuldigten in Hmb.-Fuhlsbüttel erlassen, der im Februar 2010 vollstreckt wurde. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten zwei Reisekoffer voll mit Rechnungen und Mahnungen, die Hinweise auf mindestens 114 neue Warenkreditbetrügereien ergaben. Der 49-Jährige benutzte unterschiedliche Aliasnamen, unter denen er Waren bestellte und Konten eröffnete. Der Verdacht des Betruges besteht, weil der Beschuldigte zum Zeitpunkt der Bestellung wusste, das er die Rechnungen nicht bezahlen kann.

Über das Internet knüpfte der 49-Jährige Kontakt zu Frauen und gab sich ihnen gegenüber als "Doktor" aus. Die Geschenke für seine unterschiedlichen Bekanntschaften orderte er im Versandhandel, ohne die fälligen Rechnungen zu bezahlen. Mit den Daten der jeweiligen Freundin erlangte er Kreditrahmen, die er auch bis zum Limit ausreizte.

Die Beamten der Kripo am Polizeikommissariat 34 in Hmb.-Langenhorn vollstreckten am 25.05.2010 den Haftbefehl gegen den 49-Jährigen in Oldenburg, wo sich der 49-Jährige aufhielt. Er hatte einen Aktenkoffer bei sich, in dem sich wieder aktuelle Rechnungen und Mahnungen befanden, die erneute Ermittlungen nach sich zogen.

Der bereits einschlägig in Erscheinung getretene Beschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft.

Sw.

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