POL-HH: 100205-6. Mutmaßliche Betrüger auf frischer Tat festgenommen
Hamburg (ots) - Tatzeit: Dezember 2009 und Januar 2010 Tatort: Hamburg-Harburg, Buxtehuder Straße
Beamte der Polizeikommissariate 34 und 46 sowie der Landbereitschaftspolizei haben heute Mittag zwei Bulgaren (28, 36) und einen 38-jährigen Türken vorläufig festgenommen. Den Männern werden Betrug und Urkundenfälschung in mehreren Fällen vorgeworfen.
In der vergangenen Woche erhielt die Kripo des PK 34 Hinweise auf mögliche bulgarische Kreditbetrüger. Die Ermittlungen ergaben, dass der 36-jährige Tatverdächtige zunächst am 23.12.09 versucht hatte, in einem Harburger Autohaus unter Vorlage falscher Dokumente einen Kfz-Finanzierungsvertrag über 23.500 Euro abzuschließen. Der 38-jährige mutmaßliche Mittäter gab sich bei dieser Tat als Dolmetscher aus. Mangels Liquidität wurde der Kredit abgelehnt.
Am 12.01.10 erschienen schließlich alle drei Tatverdächtigen erneut in dem Harburger Autohaus. Nach Vorlage gefälschter Gehaltsbescheinigungen gelang es ihnen diesmal, einen Kfz-Finanzierungsvertrag über 24.000 Euro für einen Ford FT 300 M TDCi abzuschließen.
Die Ermittler werfen dem Trio außerdem wiederholten versuchten Warenfinanzierungsbetrug in einem Unterhaltungselektronikgeschäft und einem Möbelhaus vor, wo Waren im Wert von über 6.000 Euro ertrogen werden sollten. Weiter wurden von den beiden bulgarischen Tatverdächtigen, ebenfalls unter Vorlage gefälschter Dokumente, Mobilfunkverträge abgeschlossen. Der entstandene Schaden beläuft sich hier bereits auf über 5.000 Euro.
Heute Vormittag gelang es den Ermittlern mit Unterstützungskräften, die drei Tatverdächtigen sowie einen weiteren Bulgaren bei der Fahrzeugübergabe in Hamburg-Harburg vorläufig festzunehmen. Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen stellten die Beamten umfangreiches Beweismaterial (u.a. Bankunterlagen und drei TV-Geräte) sicher. Unter anderem fanden sie in der Wohnung des 38-jährigen Türken ein I-Phone, das aus einem der betrügerischen Mobilfunkverträge stammt. Damit erhärtet sich für die Ermittler der Verdacht, dass der 38-Jährige möglicherweise als Drahtzieher fungierte.
Die Tatverdächtigen werden erkennungsdienstlich behandelt und anschließend zu den Tatvorwürfen vernommen.
Die Ermittlungen dauern an.
Sy.
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