Bilder (2)
Audio (0)
Video (0)
Dokumente (0)
 
Pyrotechnik
PreviewDetailsSpeichern
Auflösung: 1772 x 928 PixelDateigröße: 359 kB
Dateiname:100107-c.jpg
 

POL-HH: 100107-2. Zwei Schwerstverletzte nach dem Abbrennen von professionellen Großfeuerwerken in der Neujahrsnacht - Zeugenaufruf

    Hamburg (ots) - Zeit: Neujahrsnacht Ort: Hamburg

    Die Hamburger Polizei fahndet nach einem bislang unbekannten Täter, der als fliegender Händler Pyrotechnik der Klasse IV an unberechtigte Personen verkauft hat. Das Landeskriminalamt führt die Ermittlungen.

    In der Neujahrsnacht zog sich eine Frau (25) in Rahlstedt schwerste Verletzungen zu. Ermittlungen ergaben, dass bei einer Silvesterfeier ein sogenanntes "Römisches Licht" der Klasse IV unzureichend an einem Gartenzaun angebracht worden war. Durch die ausgestoßenen Effektladungen riss die Papphülse des "Römischen Lichts" ab und kippte um. Ein ausgestoßenes Effektprojektil zertrümmerte den linken Unterschenkel der jungen Frau. Sie wird immer noch in einem Krankenhaus behandelt.

    In St. Pauli erlitt ein Mann (38) durch das Abbrennen von Pyrotechnik lebensgefährliche Kopfverletzungen. Er zündete eine sogenannte "Kugelbombe" in einem Startrohr und wurde dadurch am Kopf verletzt. Es besteht weiterhin Lebensgefahr.

    Nur ausgebildete Feuerwerker dürfen derartige professionelle Großfeuerwerke der Klasse IV zünden. Für nicht ausgebildete Personen besteht Lebensgefahr, da die technischen und sicherheitsrelevanten Erfordernisse aus Unkenntnis nicht beachtet werden.

    Die Kriminalbeamten haben festgestellt, dass in mindestens einem der beiden Fälle die Feuerwerkskörper an den Tagen vor Silvester auf dem Parkplatz der Fa. Max Bahr in der Bargteheider Straße 66 aus einem geparkten Pkw heraus verkauft worden waren. Der Verkäufer hatte Kunden des Baumarktes angesprochen und professionelles Feuerwerk angeboten. Sobald die Kunden Zweifel äußerten, ob das erlaubt oder gefährlich sei, gab der Verkäufer an, dass es sich um zugelassene Pyrotechnik handele und in der Schweiz für jedermann legal zu erwerben sei.

    Der gesuchte Verkäufer der Pyrotechnik wird wie folgt beschrieben:

    - 40 bis 50 Jahre alt - ca. 180 cm groß - sprach Hochdeutsch - dunkle Haare - Bekleidung: dunkle Daunenjacke, Blue Jeans - Fahrzeug: silbergraue Limousine; vermutlich ausländisches Fabrikat mit Hamburger Kennzeichen

    Wer kann Hinweise zu der gesuchten Person und des benutzten Fahrzeugs geben?

    Hinweise nimmt die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter Tel. 4286-56789 entgegen.

    Achtung: Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin, dass der unfachmännische Umgang mit Feuerwerk der Klassen III und IV lebensgefährlich ist. Personen, die selbst im Besitz solchen Feuerwerks sind, sollten zur eigenen Sicherheit den Notruf der Polizei unter 110 alarmieren.

    Fotos derartigen Feuerwerks sind dieser Meldung als Dateien angehängt.

    Sch.


Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Andreas Schöpflin
Telefon: 040/4286-56211
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de