POL-LG: ++ Demonstrationen in Lüneburg friedlich beendet - Erfolgreiches Einsatzkonzept der Polizei ++
Lüneburg (ots) - Lüneburg
Am Samstag, 14. Juli 2007, fand in Lüneburg auf dem Lambertiplatz in der Zeit von 11:00 Uhr bis 12.20 Uhr eine Kundgebung des Lüneburger Bündnisses für Demokratie/Netzwerk gegen Rechtsextremismus unter dem Motto "Gesicht zeigen! für Demokratie und Courage!" statt. An dieser Kundgebung nahmen cirka 500 Personen teil.
Ab 14.00 Uhr demonstrierten cirka 160 Rechtsextremisten in der Stadt Lüneburg unter dem Motto"Keine Demonstrationsverbote - Meinungsfreiheit erkämpfen". Die Veranstaltung, die gegen 14.00 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Bahnhof in Lüneburg begann, wurde über die vorgegebene Aufzugsroute durch den Stadtteil Neu Hagen gegen 17.30 Uhr beendet.
Die Demonstration war zunächst durch die Stadt Lüneburg verboten worden. Das Verwaltungsgericht hob das Verbot der Stadt Lüneburg auf.
Am Gedenkstein Am Altenbrücker Ziegelhof veranstaltete der Deutsche Gewerkschaftsbund unter dem Thema "Für Toleranz und Demokratie; Für ein gemeinsames Miteinander - Gegen Ausländer Feindlichkeit." ab 13.45 Uhr eine Mahnwache durch.
Noch bevor der Aufzug der Rechtsextremen begann, besetzte ein polizeilich bereits in Erscheinung getretene 25-jährige und eine weitere Person in der Bleckeder Landstraße zwei Bäume und spannten Seile in einer Höhe von cirka sieben Metern über die Straße. Da eine fachgerechte sichere Beseitigung der Sperre sehr zeitaufwendig gewesen wäre, musste der Streckenverlauf des Demonstrationszuges der Rechtsextremen geändert werden.
Im Verlauf der Demonstration der rechtsextremen Szene versuchten mehrere Personen der linksextremen Szene, in Gruppen unterschiedlichster Größe in den Bereich der Demonstration der Rechtsextremen zu kommen. Dieses konnte durch den Einsatz von starken Polizeikräften unterbunden werden. Es wurden insgesamt 112 Platzverweise ausgesprochen, davon 110 gegen Personen aus der linksextremen Szene. Fünf Personen wurde insgesamt in Gewahrsam genommen.
Zu Störungen des Aufzuges kam es nicht.
Vor Beginn der Versammlungen wurden bereits zwei Personen der linksextremen Szene an einer Kontrollstelle an der Bundesstraße 4 in Gewahrsam genommen, weil sie eine Zwille und pyrotechnische Gegenstände auf dem Weg zur Versammlung mitführten.
Insgesamt wurden 10 Strafanzeigen gefertigt, unter anderem wegen Körperverletzung und Verstößen gegen das Versammlungsgesetz.
Einsatzleiter Polizeidirektor Hans-Jürgen Felgentreu zeigte sich mit dem Verlauf zufrieden: "Es ist uns gelungen, rivalisierende Gruppen voneinander zu trennen und so Gewalttätigkeiten zu verhindern. Das Konzept der Polizei ist aufgegangen! Ich bedanke mich bei allen, die den vielfältigen Aufrufen zur Friedlichkeit gefolgt sind. Dadurch konnten alle angemeldeten Versammlungen sowie das Kinderfest und das Stadteilfest Kaltenmoor sicher und fast ohne Beeinträchtigungen stattfinden"
ots Originaltext: Polizeiinspektion Lüneburg
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