POL-STD: Diverse Geschädigte Opfer von Datenklau an Geldautomaten bei der Buxtehuder Post - Polizei warnt vor "Skimming", Auf die Fahrbahn gerollter PKW wird durch Fahrzeug beschädigt - Polizei sucht Zeugen
Stade (ots) - 1. Diverse Geschädigte Opfer von Datenklau an Geldautomaten bei der Buxtehuder Post - Polizei warnt vor "Skimming"
Vermutlich in der Zeit zwischen Samstag, den 11.02. und Samstag, den 18.02. haben bisher unbekannte Täter mehrfach einen Geldausgabeautomaten in den Räumlichkeiten der Deutschen Post in der Bahnhofstraße in Buxtehude manipuliert. Dabei wurde offenbar eine Vorrichtung in den Ausgabeschacht des Automaten geklebt und so die Daten von EC-Karten der ahnungslosen Automatennutzer ausgelesen. Inzwischen liegen bei der Polizei in Buxtehude und Stade schon acht Anzeigen von Geschädigten vor, bei denen aus Argentinien Geld von ihren Konten unter Nutzung der so ausgespähten Zugangsdaten abgehoben wurde. Insgesamt ist derzeit bereits ein Schaden von 5.000 Euro bekannt geworden. Ob sich aber bereits alls Betroffenen bei der Polizei gemeldet haben, ist derzeit noch nicht bekannt, die Schadensumme könnte also durchaus auch noch höher sein.
Die Polizei weißt in diesem Zusammenhang nochmals alle Bürgerinnen und Bürger auf die Gefahren bei dem sog. "Skimming" hin.
Debit- und Kreditkarten sind grundsätzlich sichere Zahlungsmittel. Doch sollte man sorgsam damit umgehen, denn Betrüger schaffen es immer wieder, mit kreativen Methoden an das Geld ihrer Opfer zu kommen: Mittels Minikamera, aufgeklebter Tastatur oder manipuliertem Eingabeschacht spähen sie die Daten ihrer Opfer beim Geldabheben am Geldautomaten aus. Dabei kann sich jeder gegen das so genannte Skimming bereits mit einfachsten Maßnahmen schützen. Das neue Faltblatt der Polizeilichen Kriminalprävention gibt hierzu zahlreiche Tipps. Eine Minikamera und ein täuschend echt aussehender Karteneingabeschacht - mehr brauchen Kriminelle nicht, um einen Geldautomaten zu manipulieren. Auf diese Weise spähen sie die Magnetstreifendaten und die PIN ihrer Opfer aus. Mittlerweile werden nicht nur Geldautomaten dazu genutzt, um an die Daten von Zahlungskarten zu gelangen, sondern auch Kontoauszugsdrucker, Überweisungsterminals oder Fahrkarten- und Zapfsäulenautomaten. Die Betrüger übertragen die so ausgelesenen Daten auf Kartenrohlinge, so genannte White Plastics, und heben zusammen mit der ausgespähten PIN im Ausland Geld vom Konto des Opfers ab. Erst auf dem Kontoauszug oder wenn die Bank nach Überziehung des Dispositionskredits einschreitet, merken die Meisten, dass sie Opfer von Skimming geworden sind. Das neue Faltblatt der Polizei "Vorsicht Skimming! Wie Ihr Konto 'geplündert' wird..." informiert über diese besondere Form des Betrugs und zeigt wie sich jeder schützen kann.
Die Tipps der Polizei:
- Gehen Sie sorgsam mit Ihren Zahlungskarten um und bewahren Sie
die PIN stets getrennt von der Karte auf. - Sofern Sie im Besitz mehrerer Zahlungskarten sind, sollten Sie
den Türöffner eines Bankinstituts nicht mit der gleichen Karte
betätigen, mit der Sie anschließend Geld abheben möchten. - Geben Sie Ihre PIN niemals am Türöffner eines Bankinstituts ein.
Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die
Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion
eines Türöffners. - Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen
beobachtet werden kann. Sorgen Sie für einen ausreichenden
Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden und bitten Sie
gegebenenfalls den hinter Ihnen stehenden Kunden, Abstand zu
halten. - Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der
anderen Hand oder einem Gegenstand (z.B. Geldbörse, Blatt
Papier) als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das
"Ausspähen" per Kamera oder Foto-Handy erheblich. - Benutzen Sie soweit wie möglich immer denselben Geldautomaten
für Abhebungen, so dass Ihnen mögliche Veränderungen am Gerät
auffallen. - Nutzen Sie keinen Geldautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich
erscheint, z.B. angebrachte Leisten oder Verblendungen,
abstehende und vor allem lockere Teile, Spuren von Kleber rund
um den Kartenschlitz. - Bei Verdacht auf Manipulationen verständigen Sie umgehend die
Polizei und das Geldinstitut. Lassen Sie umgehend die Karte über
Ihre Bank oder den bundesweiten Sperr-Notruf unter 116 116
sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei. Das Faltblatt ist in (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen kostenlos erhältlich und als Download verfügbar unter:
http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/details/form/7/184.html
Foto und Faltblatt in der digitalen Pressemappe der Polizeiinspektion Stade
2. Auf die Fahrbahn gerollter PKW wird durch anderes Fahrzeug beschädigt - Polizei sucht Zeugen
Am Montag letzter Woche, dem 13.02. war zwischen 14 und 16 h in Stade in der Thuner Straße ein grauer VW-Golf von der Fahrerin auf einem Parkstreifen abgestellt worden. Da dieser nicht richtig gebremst wurde rollte er rückwärts aus der Parkbucht und ragte dann teilweise in die Fahrbahn der Thuner Straße. Dabei wurde das Auto vermutlich von einem vorbeifahrenden Fahrzeug am Heck gestreift beschädigt. Die Fahrerin oder der Fahrer des Verursacherautos kümmerte sich aber nicht weiter um den Unfall und die Schadenregulierung und fuhr einfach weiter. Der angerichtete Schaden beträgt ca. 500 Euro und es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Verkehrsunfallflucht eingeleitet.
Die Polizei sucht nun diesen Verursacher und bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben oder die sonstige Angaben dazu machen können, sich unter der Rufnummer 04141-102215 bei der Polizeiinspektion Stade zu melden.
Rückfragen bitte an: Polizeiinspektion Stade Pressestelle Rainer Bohmbach Telefon: 04141/102-104 E-Mail: rainer.bohmbach@polizei.niedersachsen.de







