POL-STD: Tödlicher Raubüberfall in Oldendorf - Staatsanwaltschaft Stade erhebt Anklage wegen Raub mit Todesfolge - Pressemeldung der StA Stade

Polizeiinspektion Stade: POL-STD: Tödlicher Raubüberfall in Oldendorf - Staatsanwaltschaft Stade erhebt Anklage wegen Raub mit Todesfolge - Pressemeldung der StA Stade
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Tatort Oldendorf 12.12.2010

Stade (ots) - Stade / Oldendorf. Die Staatsanwaltschaft Stade hat am 20.07.2011 Anklage gegen einen 40-jährigen Mann aus Himmelpforten wegen Raub mit Todesfolge vor der Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stade erhoben. Gleichzeitig wurde ein 36-Jähriger aus Oldendorf wegen Beihilfe zum Raub mit Todesfolge angeklagt.

"Hintergrund der jetzigen Anklageschrift ist der brutale Überfall auf einen 50-jährigen Zaunbauer aus Oldendorf und dessen Ehefrau Mitte Dezember 2010, der an den Folgen des Überfalls verstarb." sagte der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Stade, Kai Thomas Breas.

Dem 40-jährigen Angeschuldigten wird vorgeworfen, in der Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 2010 mit zwei derzeit noch flüchtigen Komplizen, einen 50-jährigen Zaunbauer aus Olden-dorf und dessen Ehefrau überfallen sowie ausgeraubt und dabei den Tod des 50-jährigen Mannes verursacht zu haben. Laut Anklageschrift erstickte das Opfer infolge der erlittenen Gewalteinwirkung, der Fesselung und der Knebelung. Im Rahmen des Überfalls konnten die Täter 6.000,00 Euro Bargeld erbeuten. Ferner hoben sie von den Konten der Opfer mittels zuvor entwendeter ec-Karten ca. 5.500,00 Euro von Geldautomaten ab, nachdem sie die Opfer durch massive Gewalt-einwirkung zur Herausgabe der sog. PIN gezwungen hatten. Der 36-jährige Mitangeklagte soll die Idee für die Tat gehabt haben, an der Organisation der Tat beteiligt gewesen sein und die beiden flüchtigen Mittäter aus Weißrussland angeworben haben. Ferner soll er an der Beute mit mehreren tausend Euro beteiligt worden sein.

Die Angeschuldigten haben die ihnen vorgeworfenen Taten anlässlich ihrer polizeilichen Vernehmung Ende März 2011 weitestgehend eingeräumt.

Nach den beiden weiteren Tatbeteiligten wird durch internationalen Haftbefehl gefahndet. Die Staatsanwaltschaft vermutet beide in Weißrussland - eine Auslieferung weißrussischer Staatsangehöriger findet nach dortigem Recht jedoch nicht statt.

Die Angeschuldigten befinden sich seit ihrer Festnahme Ende März 2011 in Untersuchungshaft. Dem 36-jährigen Angeschuldigten droht im Falle einer Verurteilung eine 15-jährige, dem 40-Jährigen droht im Falle einer Verurteilung eine lebenslange Freiheitsstrafe.

Über die Eröffnung des Hauptverfahrens und den Beginn einer et-waigen Hauptverhandlung muss nun die Schwurgerichtskammer des Landgerichts Stade befinden.

Kontakt:

Staatsanwalt Kai Thomas Breas 04141 107 454

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Telefon: 04141/102-104
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